Der Rest vom Küstenwest

Ja, heute waren wir wieder kreativ bei der Titelvergabe. Und wie ihr die letzten Wochen vermutlich mitbekommen habt, war ich auch eher unmotiviert beim Blogschreiben. Aber bevor ich gänzlich vergesse, was alles passiert ist, sollte dann doch mal ordentlich nachgetragen werden, von daher gibt es dann jetzt mal wieder einen Abriss mit ordentlich Fotomaterial von besseren Tagen (will sagen: mit mehr Sonne, brrr…).

Wir wandten uns wieder gen Süden und verbrachten den nächsten Tag mit einigen Attraktionen, die wir im lokalen Touristenprospekt gefunden hatten: Den Blow Holes, und dem davor stehenden und vermutlich viel berühmteren „King Waves Kill“-Schild. Dort konnte man bei ordentlich frischem Wind beobachten, wie das Wasser wellenförmig an die Küste geweht wurde und dort dann in einigermaßen beeindruckenden Wassersprühbergen nach oben auswich. An besonderen Stellen hatte sich das Wasser noch Durchgangstunnel erwittert, durch welche die Wellen mit ordentlich Getöse durchbließen. Ein Naturspektakel, dass man durchaus mitgenommen haben konnte.

Woooooosch!

Woooooosch!

Na, wer traut sich näher ran?

Na, wer traut sich näher ran?

Japp, steht da wirklich, fotografiert, weiter gehts.

Japp, steht da wirklich, fotografiert, weiter gehts.

Blasloch. Hihi.

Blasloch. Hihi.

Schicke Landschaft, auch so im Allgemeinen.

Schicke Landschaft, auch so im Allgemeinen.

Gerademal einen Kilometer weiter fand man dann eine kleine Bucht, die ideal zum Schnorcheln war, wenn man jetzt von dem kalten Wind mal absah. Ich ließ mich trotzdem nicht abhalten – die Schnorchelausrüstung musste ja genutzt werden – und schnorchelte in weniger als einen Meter tiefem Wasser mitunter nur eine Handbreit über eine Vielzahl and Korallen und ganz kleinen Fischen. Das war sehr fein und da draußen wegen dem Wind dann auch auf einmal viel zu kalt war, blieb ich auch eine ordentliche Weile im Wasser.

Schnorchelstrand.

Schnorchelstrand.

Weil wir von dem Strandwetter jedoch nicht wirklich überzeugt waren, fuhren wir dann doch auch weiter Richtung Carnavon, einen Ort entlang der Route, den wir schon wieder etwas größer erwartet hatten als er dann war. Nach der Besichtigung der im oben genannten Prospekt beschriebenen Touristenattraktionen („Wow, ein Bootssteg, der eine Meile lang ist!“ *gähn*) gingen wir im Supermarkt unsere Vorräte auffüllen und diese sogleich an der Wasserfront bei einem improvisierten Picknick reduzieren, bevor wir uns dann weiter auf den Weg Richtung Shark Bay machten.

Atemberaubende Attraktionen, $4 Eintritt - ähm, nein?

Atemberaubende Attraktionen, $4 Eintritt – ähm, nein?

Bezaubernde Immobilie mit Strandblick, jetzt zuschlagen!

Bezaubernde Immobilie mit Strandblick, jetzt zuschlagen!

Schicke Innenstadtgestaltung mit Palmen.

Schicke Innenstadtgestaltung mit Palmen.

Irgendwann hatte ich ja angemerkt, dass ich hoffte, die Sonne würde ich gern noch bis nach Shark Bay mitnehmen, und erstaunlicherweise hat sie das auch geschafft. Wir hatten es hingegen nicht geschafft, gleich am ersten Tag rechtzeitig zum Hauptattraktionspunkt des Nationalparks anzukommen, nämlich dem Beobachten und Füttern von wilden Delphinen (wer hätte das bei dem Namen nicht erwartet).  Wir hielten aus diesem Grund auf dem Weg nach Denham, dem zentralen Versorgungsort der den Nationalpark beheimatenden Halbinsel, noch am Hamelin Pool, den ich seit der Lektüre von Bill Brysons Buch auch schon lange auf meiner To-Do-Liste hatte. Die hiesige Attraktion waren lebende Stromatolithen („biogene Sedimentgesteine, die durch Einfangen und Bindung von Sedimentpartikeln oder durch Fällung gelöster Stoffe oder durch beides infolge des Wachstums und Stoffwechsels von Mikroorganismen in einem Gewässer entstanden sind“) von denen weltweit im Meer nur noch so etwa eine halbe Handvoll vorkommen, plus eine weitere Handvoll in verschiedenen Salzseen. Wem diese seltene Verteilung nicht spannend genug ist, um sich die besonderen Steinklumpen anzutun, der lässt sich eventuell von der anderen besonderen Leistung der diese Steinklumpen aufbauenden Mikroorganismen (sog. Mikrobenmatten) beeindrucken: Nicht nur gelten diese als quasi erstes existierendes Leben auf diesem Planeten, nein, das Nebenprodukt ihrer Steinbastelkunst ist Sauerstoff und sie somit dafür verantwortlich, dass wir heute angenehme 20% Sauerstoff in unserer Athmosphäre haben. Ohne Stromatolithen kein Leben wie wir es heute kennen. Ironischerweise haben sie durch die Schaffung dieser Athmosphäre und somit der Voraussetzung für die Weiterentwicklung des Lebens auch die Grundlage ihres eigenen Niedergangs gelegt – Mikrobenmatten sind offensichtlich wohl leckere Nahrung für Schnecken und anderes Wassergetier, und „lebende“ Stromatolithen finden sich daher nur noch in lebensfeindlichen Umgebungen mit vielviel Salzgehalt.

Japp, das sind sie.

Japp, das sind sie.

Erstarret in Erfurcht vor den Wesen, die Leben wie wir es kennen auf diesem Planeten ermöglicht haben!

Erstarret in Erfurcht vor den Wesen, die Leben wie wir es kennen auf diesem Planeten ermöglicht haben!

...oder schaut einfach halbinteressiert darauf herab.

…oder schaut einfach halbinteressiert darauf herab.

Den Geographen in mir auf diese Weise wieder mal erfolgreich beglückt, ging es dann eben nach Denham, wo wir unser Nachtquartier bezogen (und die Kombination von Touristenattraktionspreisen mit unfreundlichem Personal immer noch doof fanden) und dann, endlich, eine Tour zur Aboriginekultur für mich buchen konnten. Auch hier mal wieder nicht die, die ich eigentlich wollte (morgendliche Wanderung durch den Bush mit Fährtenlesen, Bushmedizin und Nahrungssuche/Pflanzenkunde), da diese nicht mehr angeboten wird – offensichtlich keine Nachfrage nach dem mal wirklich interessanten Kram – sondern die Abendveranstaltung am Lagerfeuer mit frisch gefangenem Fisch und Didgeridoospielen (was man mir schon mal gezeigt hat, und was Frauen in eigentlich gar nicht dürfen), welche sich somit natürlich hervorragend für die Backpackergruppentour eignet, die dann abends halb uninteressiert rumsaßen. Bis es soweit war sahen Katja und ich uns allerdings noch ein bisschen in Denham um und freuten uns des Lebens im Allgemeinen.

Im Bild: Lebensfreude und Katjas neue Mütze, den neuen Wetterbedingungen entsprechend, während meine Sonnenbrille als Zeugnis fortschreitender Realitätsverweigerung verstanden werden kann.

Im Bild: Lebensfreude und Katjas neue Mütze, den neuen Wetterbedingungen entsprechend, während meine Sonnenbrille als Zeugnis fortschreitender Realitätsverweigerung verstanden werden kann.

Abends fuhr ich dann allein nach Monkey Mia, wo auch die Delphininteraktion am Strand zu beobachten ist und deswegen ein Touristenresort zu diesem Zwecke errichtet wurde und eben meine Tour stattfinden sollte. Der Abend war recht unterhaltsam, der heimische Guide sehr engagiert und mit der Gabe gesegnet, Dinge leicht verständlich nahezubringen, aber insgesamt gab es wenig Neues zu erfahren, da es halt wirklich mehr auf Besucher, die sich nicht vorher mit der Aboriginekultur auseinandergesetzt haben, ausgerichtet war. Aber der Fisch war lecker, man bekam ein paar Vokabeln in der hiesigen Sprache (also der lokalen der insgesamt 300 im ganzen Land) beigebracht, die ich mittlerweile bereits alle wieder vergessen habe (Asche auf mein Haupt) und das Didgeridoospielen blieb vorbildlich den Männern überlassen. Irgendwann gegen fast-Mitternacht kam ich dann wieder am Campingplatz in Denham an und schlief einen dank Sandelholzrauch ordentlich tiefen Schlaf bis weit in den Morgen hinein.

Rrrruuuhurrrrrruuuhurrrrrrruuuwwwwwh...

Rrrruuuhurrrrrruuuhurrrrrrruuuwwwwwh…

Den folgenden Tag fingen wir dann demzufolge und auch wegen des erstaunlich deprimierend-grauen Himmels etwas langsamer an, was eigentlich ja nicht so das Cleverste war, da wir ja zur Delphinfütterung wollten – die erste fand laut der Tafel die ich am Vorabend gesehen hatte immer so gegen 8 Uhr statt. Wir jedoch kamen dann so um 10 mal in die Puschen und schafften es immerhin bis um 11 nach Monkey Mia, jenseits von allen Zeiten, die einem angeraten wurden. Wenig Hoffnung mit uns bringend, so spät noch irgendeinen Delphin erblicken zu können, fragten wir am Ticketschalter (das ganze Resort und die Delphinfütterung wird von der staatlichen Abteilung für Nationalparks verwaltet, die auch intensive Forschung und Konservierung betreiben um langfristige Schäden zu vermeiden und finanziert sich durch eben diese Eintrittspreise) nach der aktuellen Situation, und – oh Wunder – just an diesem Tage waren die Delphine wohl etwas länger mit der Jagd beschäftigt gewesen und trudelten gerade in diesem Moment erst ein um sich ihr Gratisdessert abzuholen.

Hello, beautiful!

Hello, beautiful!

Nicht nur, dass wir somit einer erstaunlich späten Fütterung beiwohnen konnten, nein, auch die angedrohten Publikumsmassen (wir hatten die Tage vorher von anderen Reisenden entsprechende Warnungen vernommen und ich hab die Zahlen auf dem Schild auch gesehen) waren nicht auszumachen (die meisten Tage waren bei den ersten Fütterungen anderthalbhundert Leute da, wir waren 2 von 42). Ein – ich nehme an – Meeresbiologe stand im Wasser und erläuterte die (Delphin-)Welt während so langsam einige Delphine immer näher an den Strand heranschwammen, ihre Köpfe seitwärts legten um das Publikum zu beobachten und eine erwartende Figur machten. Irgendwann kam dann ein Mädchen mit Eimer an den Strand gelaufen, doch der war gar nicht für die Delphins, sondern vielmehr ein Ablenkungsmanöver für die sich sofort einfindenen Pelikane, die sich strategisch um Mädchen und Eimer positionierten.

Mexican Stand-off.

Mexican Stand-off.

Diese soweit beschäftigt, kamen dann vier weitere Mitarbeiter mit Metalleimern angestapft, stellten sich ins Wasser und ließen die Eimer ins Wasser platschen, das Signal, dass es jetzt endlich losgeht. Die Delphine reihten sich mehr oder weniger ein und die Eimerträger suchten sich rasch verschiedene Freiwillige aus, denen ein Fisch in die Hand gegeben wurde, den sie dann entsprechend der vorherigen Einweisung an die Delphine verfüttern durften. Ich kam auch dran und hatte eines dieser wirklich wunderschönen Tiere mir aus der Hand fressen.

Der Eimer-Boy. Harter Job.

Der Eimer-Boy. Harter Job.

Happs und weg!

Happs und weg!

Gib mir Essen! Bitte!

Gib mir Essen! Bitte!

Manche der Delphine (alle weiblich) kamen auch mit ihren Jungtieren.

Manche der Delphine (alle weiblich) kamen auch mit ihren Jungtieren.

Schnuffig!

Schnuffig!

Das Ganze war jedoch recht fix vorbei, denn viel Fisch gab es nicht zu verteilen. Nachdem die Interaktion mit den Delphinen irgendwann in den 1960ern begann, als die Tiere sich um die Fischerboote tummelten und immer wieder was von den Fischern zugeworfen bekamen, entwickelte sich das ganze recht schnell und unkontrolliert zu einer Touristenattraktion, die aufgrund des mangelnden Hintergrundwissens leider dazu führte, dass ganz viel gefüttert wurde, was dann irgendwann zur Folge hatte, dass junge Delphine nicht mehr eigenständig jagten und von der Fütterung abhängig wurden und starben. Als man das dann festgestellt hatte wurde das Programm entsprechend strikt organisiert und heute nur noch ein Achtel des Tagesbedarfs gefüttert, damit die Delphine auch weiterhin aufs eigene Jagen angewiesen sind. Neben diesen Erläuterungen bekam man dann auch mit, warum das Ganze denn jetzt Shark Bay heißt: Auch die Delphine werden regelmäßig von den mehr als zwanzig hiesigen Haiarten angefallen. Doch so viele. Auf jeden Fall war das sehr schön und ein wunderbares Erlebnis.

Unserer Erlebnisliste einen weiteren Punkt hinzugefügt, ging es dann wieder südwärts weiter. Bevor wir den Shark Bay National Park allerdings verließen stoppten wir noch am Shell Beach, ein Strand der, wie der Name schon vermuten lässt, aus Muscheln besteht. Vielen kleinen Muscheln. An manchen Stellen bis zu 8m tief, läuft man quasi über ein Meer aus Muscheln, Muscheln und noch mehr Muscheln. Wir genossen es eine Weile, mit den Händen darin rumzuwühlen und ich persönlich konnte nachvollziehen, wie sich Dagobert Duck so fühlen muss. Also, wenn Muscheln Geld wären.

Klassisches Touristenfoto.

Klassisches Touristenfoto.

Alles meine! Meine! Meine! Oh, man darf keine Muscheln mitnehmen? Schade.

Alles meine! Meine! Meine! Oh, man darf keine Muscheln mitnehmen? Schade.

Der nächste Punkt auf der Reiseroute war dann der Kalbarri National Park, doch dessen landschaftliche Spektakulitäten ließen wir dann doch aus, als wir feststellen mussten, dass sich diese mal wieder hinter zigdutzend Kilometern Dirttrack versteckten. Nachdem Katja im anliegenden namensgebenden Touristenort Kalbarri dann zudem noch erfahren musste, dass derzeit dort keine Fallschirmsprünge, von denen sie gerne noch einen machen wollte, zu buchen sind, wählten wir eine Übernachtung vor Ort ab und genossen lieber das erstaunlich gute, sonnige Wetter am Strand (immerhin auch im Nationalpark und von daher mit der Qualität natürlicher Schönheit versehen).

Kalbarri National Park Coast.

Kalbarri National Park Coast.

Der heutige Privatstrand.

Der heutige Privatstrand.

Auf dem Weg zum ausgesuchten Campingplatz irgendwo im Hinterland Geraldtons hielten wir dann noch am Pink Lake, ein See, der eine pinke Wasserfärbung aufweist. Wie uns verschiedene Fotos beweisen wollten. Nunja…

Realitätsvergleich... ähm, nein?

Realitätsvergleich… ähm, nein?

Ein paar Tage vorher hatten wir entlang des Weges diesen See gesichtet, also das kommt doch schon eher hin.

Ein paar Tage vorher hatten wir entlang des Weges diesen See gesichtet, also das kommt doch schon eher hin.

Unterwegs wurden wir dann wenigstens noch mit einem Naturschauspiel konfrontiert, was wir eher weniger erwartet hatten. Um genau zu sein, ich hatte eine Großstadt Geraldton erwartet und kommentierte vorher noch lustig-echauffiert über die immense Lichtverschmutzung, bis Katjas Vermutung, dass das doch eher nach Feuer aussah sich mittels Riechtest als die richtige Interpretation herausstellte. Gut, haben wir jetzt also auch mal ein großes Buschfeuer gesehen und es sogar lebend hindurch geschafft.

Lichtverschmutzung. Und Luftverschmutzung. *husthust*

Lichtverschmutzung. Und Luftverschmutzung. *husthust*

Aber immerhin der Campingplatz sollte sich als absoluter Glücksgriff heraus, für gerademal 5$ konnten wir eine ruhige Lage in schicker Landschaft mit einwandfreien Anlagen genießen, bevor es am nächsten Tag wieder nach Geraldton hineinging, wo mal wieder sämtliche Programmpunkte ins Wasser fielen, nachdem wir uns mit Touristeninfo, Vorratsbeschaffung und Zeitvertrödelung einen schönen faulen Tag gemacht hatten. Und die angeblich weltbesten Karamellschnitten hätten sich eh nur auf direkt die Hüften gesetzt…

Die Nacht wieder irgendwo am Straßenrand verbracht, fuhen wir dann am nächsten Tag nach Jurien Bay, wo Katja für den Freitag ihren Fallschirmsprung buchen konnte, laut Eigenwerbung der schönste Strandfallschirmsprung Australiens. So den nächsten Tag verplant fuhren wir dann, zu unserer absoluten Freude begleitet von dicken fetten grauen Regenwolken in den naheliegenden Nambung National Park, um eine andere absolute Naturattraktion Western Australias zu besichtigen: Die Pinnacles. Diese Sandsteinsäulen wurden aus der umgebenden Sandwüste herausgeweht und bilden eine leicht außerweltliche Landschaft in sattem Senfgelb, durch die man hindurchfahren und -laufen kann.

Die kleinen Steine sind Wegmarker - keine Pinnacles.

Die kleinen Steine sind Wegmarker – keine Pinnacles.

Senfgelber Sand.

Senfgelber Sand.

Hühnergott.

Hühnergott.

Wohin man schaut: Pinnacles.

Wohin man schaut: Pinnacles.

Wüste, Strand, Meer. Muss so.

Wüste, Strand, Meer. Muss so.

Frisch, Katja?

Frisch, Katja?

Donald auf Sightseeingtour.

Donald auf Sightseeingtour.

Dabei teilweise vom Regen begleitet verbrachten wir trotzdem einige Zeit dort, bevor wir wieder gen Jurien Bay fuhren, wo wir uns auf dem Caravan Park auf den mal wieder angekündigten Sturm vorbereiteten (dieses Mal nur 8 Cider und die Plane hielt, dank umgebender, schützender Zaunkonstruktionen). Die größte Sorge galt demzufolge auch nicht unserem Überleben sondern vielmehr dem Stattfinden des Fallschirmsprungs am nächsten Morgen, für den ja eigentlich seit Tagen Sonnenschein angesagt war (was aber offensichtlich nicht viel zu sagen hat: Während wir mitten unter einer dicken grauen Wolkendecke im Regen standen, sagte der Wetterbericht für unseren Standort aktuell Sonnenschein an).

Klare Ansagen gab es auch an anderer Stelle nicht.

Klare Ansagen gab es auch an anderer Stelle nicht.

Aber nein, am nächsten Morgen gab es blauen Himmel und Sonnenschein und nach einiger Wartezeit, Organisations-, Einweise-, Ausrüstungs- und noch mehr Wartezeit fuhr Katja dann mit drei anderen Springern plus dem dazugehörigen Personal (jeder bekam seinen Tandempartner) zum Flughafen während ich mich mit beiden Kameras zum angedachten Zielstrand aufmachte, um mich mal wieder im Paparazzidasein zu üben. Irgendwann hörte ich dann den Flieger, zoomte dank Tele ziemlich gut rein… und auf einmal war der Flieger weg. Ich versuchte ihn irgendwo am Himmel wieder zu erblicken, aber irgendwie war er verschwunden. Nach einigem hin- und hergucken und im Kreise drehen stellte ich dann auf einmal fest, dass hinter mit bereits ein Fallschirm am herabsegeln war, und, wie sich dann nach ausgiebigen Klick-Orgien an der Kamera herausstellte, dass Katja schon am Herabsegeln war (dank Tele konnte ich das tatsächlich deutlich bevor sie landete erkennen).

Da kommt sie, da kommt sie, da kommt sie!

Da kommt sie, da kommt sie, da kommt sie!

Ja, ich hab die Kamera gerade gehalten.

Ja, ich hab die Kamera gerade gehalten.

Und noch eins von der anderen Dreiergruppe.

Und noch eins von der anderen Dreiergruppe.

Fotosession direkt nach Landung

Fotosession direkt nach Landung

Kurz darauf war das Flugzeug dann noch mal lauter hörbar und die anderen drei, die eine größere Sprunghöhe gebucht hatten, fallschirmten hinterdrein. Katja war auch nach der Landung emotional noch irgendwo in den Wolken und blieb dort auch noch eine Weile, strahlend wie ein Honigkuchenpferd. Irgendwann konnten wir dann auch noch ihre Fotos und das Video ihres Sprungs abholen und fuhren dann, weils ja aufm Weg liegt und zudem besseres Wetter war, nochmal zu den Pinnacles.

Juhuuuuu!

Juhuuuuu!

Das Nachmittagsprogramm war dann weiter wenig berauschend, das Ziel für den Abend lautete unser Couchsurfinggastgeber in Perth, oder auch 40km südlich davon, wie wir dann feststellen mussten. Dort durften wir die nächsten zwei Nächte bei Aaron und seiner deutschen Freundin übernachten, die zudem grad noch zwei frisch in Australien eingetroffene Argentinierinnen da hatten. Neben einer Menge an Gras, die offensichtlich in jedem Couchsurfinghaushalt in Perth Standard ist (wieso?!?) bot man uns lecker Essen an und unser eigenes Zimmer, dass, aufgrund der noch nicht ganz fertig gestellten Inneneinrichtung, mal wieder mit einer Matratze auf dem Boden aufwartete. Den nächsten Tag verbrachten wir dann in Perth City mit ganz viel Shopping (ohne Geld auszugeben) und viel Sushi zum Mittag (mit viel Geld ausgeben). Mein erster Sushi-Train ever! Klassen besser als das günstige Straßensushi, das ja auch schon sehr lecker ist und mit dem ich mir in australischen Metropolen bevorzugt den Magen vollstopfe, und eine einzige Verführung am laufenden Band. (Haha.)

Wir hatten Probleme, uns zurückzuhalten. Die Strafe in Form eines übervollen Magens hatten wir uns verdient.

Wir hatten Probleme, uns zurückzuhalten. Die Strafe in Form eines übervollen Magens hatten wir uns verdient.

Na, wer mag mal zusammenrechnen was wir zusammengefuttert haben?

Na, wer mag mal zusammenrechnen was wir zusammengefuttert haben?

Solchermaßen wieder in der Zivilisation angekommen, ging es dann am darauffolgenden Sonntag schon wieder weiter – und zwar in einen kleinen Ort im südwestaustralischen Hinterland:

Nyabing.

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