Echuca und die Vögel

Bevor ich heute abend weiterreise (das nächste Ziel ist gerade einmal lächerliche 100km entfernt. Dieses Victoria ist echt winzig. Also… etwas kleiner als Deutschland, flächenmäßig.) wollte ich euch noch ein paar Bilder aus Echuca spendieren, meinem Zuhause der letzten drei Woche. Wie im letzten Post schon angemerkt, handelt es sich hier um eine kleine Stadt, die vor hundertfuchzig Jahren wirtschaftlich aufschwang, da sie einen strategischen Binnenhafen aufwies. Die Farmer links und rechts den Murray River entlang transportierten ihre Erzeugnisse per Boot nach Echuca, wo alles dann auf den Zug gen Melbourne umstieg. Der historische Hafen ist recht gut erhalten, wird gerade auch restauriert, und befindet sich auf einer paar hundert Meter langen Touristenstraße; eine Fußgängerzone, an der sich links und rechts Läden niedergelassen haben, deren Erzeugnisse den durchschnittlichen australischen Touristen (in Familienbund oder Rentneralter – Backpacker sind hier vor allem in der Erntesaison) erfreuen. Und ich schwöre, dass bedeutet jeder zweite Laden (mindestens!) in dieser touristennahen Zone bietet Süßkram an: Schokolade, noch mehr Schokolade, Kaffeeundkuchen, Bonbons, Bonbons und anderen Süßkram, und lecker Fudge in tausend Geschmackssorten (der hat es mir angetan und ein Stück davon durfte mit, nach einer Gratisverkostung von einem halben Dutzend Sorten, darunter so Exoten wie Wassermelone… ich entschied mich trotzdem für „Lethal Weapon“ – Schokolade mit Karamell und Schokosauce UND Karamellsauce!). Aber auch außerhalb der touristischen Kernzone ist dieses Echuca äußerst niedlich, um mal Max‘ Lieblingsadjektiv zur Beschreibung Australiens heranzuziehen. Dank dem Murray River kann man nämlich auch noch eine Attraktion bieten, die jede Stadt ungemein aufwertet: Innenstädtische Badestrände. Und so ist man in 10 Minuten Fußweg vom Gast-Heim in der Einkaufshauptstraße an einem der vielen Ecken, wo der Fluss eben nicht mit Hausbootanlegern sondern vom Strand begrenzt wird. Und glaubt mir, bei einer Standardtemperatur von 37°C und knalle Sonnenschein ist dass durchaus etwas, was man beanspruchen sollte. Da der Fluss auch die hiesige Grenze zwischen New South Wales und Victoria darstellt, kann man dann auf dem Weg zum Strand auch mal eben ne Landesgrenze überlaufen – ist ja sonst nicht so üblich in Australien…
Mal etwas Anderes unternahmen wir am letzten Samstag, als Richard, der noch zwei Freunde zu Besuch hatte, und ich alle in ein indisches Restaurant gingen um dort gut zu speisen, bis der Laden die Pforte schloss, bevor wir dann noch in Richards Stammkneipe am Hafen umzogen um dort ein paar Bier zu uns zu nehmen – im Hintergrund das benachbarte Festival – bis die uns auch vor die Tür setzten, um dann den Abend in einer anderen Kneipe bei Livemusik ausklingen zu lassen, wo ich dann doch mit einem überdurchschnittlich kreativen Aufmacher angesprochen wurde: Mein aufgetragenes rosanes gepunktetes Kleid sei quasi das passende Gegenstück zur Jockey-Garnitur von Black Caviar, eins der erfolgreichsten Rennpferde ever, das just an dem Tage ein Rennen gewonnen haben soll. Na jetzt wissen’se, woran es lag. Mir hat es immerhin das Angebot auf so viele Gratisdrinks wie ich wollte eingebracht (weshalb glaube ich, dass einige der anwesenden und begeisterten Herren auf das Pferd gesetzt hatten…?), artig wie ich bin nahm ich jedoch nur eine Packung Kaugummi … einen Cider. (Das sollte jetzt ein Insider für Mutti sein…)
So, nachdem ich jetzt also ausgiebig das Nichtstun genossen habe, geht es heute noch weiter, in die victorianischen Goldfields. Mal schauen, was es da so alles gibt! (Bitte Gold. Ich brauch ja nichtmal viel…) Für euch gibt es auf jeden Fall noch die versprochenen Fotos, darunter welche von den Vogelmassen, von denen ich das letzte Mal ja schon berichtete.

Hat Hitchcock hier gedreht?

Hat Hitchcock hier gedreht?


Murray River Happy Hour

Murray River Happy Hour


Jeder weiße Pixel ein Vogel.

Jeder weiße Pixel ein Vogel.


Der Brückenbogen war wohl übrig...

Der Brückenbogen war wohl übrig…


Dinge, mit denen man die Daheimgebliebenen erfreuen kann!

Dinge, mit denen man die Daheimgebliebenen erfreuen kann!


Ich liebe ja diese angemalte Werbung.

Ich liebe ja diese angemalte Werbung.


Miiiiiiiil-hooooouse!

Miiiiiiiil-hooooouse!


Mein Zuhause der letzten drei Wochen

Mein Zuhause der letzten drei Wochen


Da geht's zum Strand

Da geht’s zum Strand


Der Murray mit all seinen Attraktionen (Hafen, Dampfschiffe, Strand)

Der Murray mit all seinen Attraktionen (Hafen, Dampfschiffe, Strand)

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