Nachtrag: Adelheid

Mit so viel zu Erleben in den letzten Wochen, wird es jetzt wirklich mal Zeit, euch mit einigen Nachträgen auf den aktuellen Stand zu bringen. Mal schauen, wie weit ich heute damit komme…

Nachdem wir Coober Pedy am 11.1. morgens verließen um in einem weiteren Tagesritt nochmal ordentlich Strecke zu machen, kamen wir in Gawler, nördlich von Adelaide, an – und alle, die den Blog hier lesen, wissen, was das bedeutet: Es war mal wieder Zeit, Dan und James zu besuchen. Die beiden hatten zudem grad (mal wieder) zwei weitere Backpacker zu Gast, zwei junge amerikanische Damen, denen es wenig bis gar nicht gelang, uns von der Tugendhaftigkeit ihres Heimatlandes zu überzeugen. Aber ein Jahr in Australien umherreisen macht ja auch nur Sinn, wenn man sich jeden Abend abschießen kann (was uns zumindest nicht gehindert hat, am ersten Abend noch mitzuhalten). Auch waren die beiden Blondinen ausgezeichnete Beispiele dafür, was passiert, wenn man seine Haut nicht gut in Schuss hält… Trotz einer nicht zu übersehbaren Schicht Makeup ließ es sich nicht vermeiden, dass ich die beiden aufgrund ihres Hautbildes auf um die 30 geschätzt hätte – und schon dachte ich wäre freundlich, als ich meine 27 anbrachte – da würde ich mir als Zwanzigjährige doch mal Gedanken zu machen. (Gut, das leicht infantil – hysterische Verhalten hätte auch ein Hinweis sein können.) Aber genug gelästert (muss ja sein, hin und wieder) – Hauptsache wir hatten eine Unterkunft bei den beiden herzigsten Australiern, die ich bisher getroffen habe; eine Ansicht, die auch Max ganz schnell zu teilen wusste. Und da wir vier Nächte bei den beiden bleiben sollten, konnten wir dann auch mal unser Reisetempo ein wenig entschleunigen.

Am Abend unserer Ankunft wurden wir dann von den Vieren erstmal mit einer Auswahl an Alkoholika begrüßt, bevor es dann per Taxi nach Gawler ging, wo wir zwar nicht übermäßig lange, aber dann doch zum ersten Mal richtig, ausgingen in ein Kneipen-Tanz-Lokal (also irgendwie alles) mit Livemusik einer Zweimannband, die Wunschsongs mit Gitarre und Violine darbrachten. Zauberhaft. Beim Tanzen schaffte ich es mir dann sogar, in einem nicht grade langen Zeitraum, die barfußen Füße blutig zu schrubben, bevor der Sicherheitstyp mich dringend bat, meine Schuhe wieder anzuziehen. Upps!

Nach diesem ausgelassenen Freitag ging es wenig nüchtern weiter, als wir Samstag zu einer umfangreichen Verkostungstour ins Barossa Valley starteten, wo wir drei oder gar vier Weingüter mitnahmen, und uns durch die kostenlosen Angebote durchprobierten. Ein namentlich nicht weiter genannter blonder Deutscher war eventuell aufgrund von Nachwirkungen der Vornacht zwar nicht ganz in der Lage, das wirklich zu genießen, musste aber trotzdem zugeben, dass dieses Barossatal eine schicke Sache ist. Ausklingen taten wir die Tour bei einer Brauereiverkostung (mit Hanfbier, buärgs) bevor wir wieder „zu Hause“ uns ordentlich mit bestellter Pizza vollschaufelten, alldieweil noch ein paar mehr Freunden von James und Dan mit zum Alkoholkonsum beitrugen bevor dann die, die noch stehen und gehen konnten, wieder zum Tanzen in die Nacht abreisten. Wir zwei fielen mittelmäßig fertig auf die Couch/ins Bett.

Eine Testepallette, von Cider über Ale und Lager bis zum Stout

Eine Testepallette, von Cider über Ale und Lager bis zum Stout

Der Connoisseur und so...

Der Connoisseur und so…

Mehr Spaß mit Alkohol

Mehr Spaß mit Alkohol

Den Sonntag nutzten wir dann, ganz touristisch, für einen Rundmarsch durch Adelaide, mit botanischem Garten, Einkaufsstraße, Suche nach Möllers auf dem historischen Friedhof, der Frau Adelheid im Rathaus, undsoweiter, bevor wir uns dann gegen Abend nach North Adelaide schlugen, damit ich endlich das Restaurant besuchen konnte, welches mir Hannes per Zufallsprinzip im Reiseführer ausgesucht hatte: Monsoon, ein indisches Restaurant, äußerlich unspektakulär, aber mit ordentlich leckerem Essen des südasiatischen Subkontinents zu gehobenen Preisen (will sagen: Normal in Australien). Ich weiß zwar nicht mehr, was Max hatte, aber meine Curry-Lamb-Chops waren deliziös.

Fotobeweis! (Vom Essen leider vergessen.)

Fotobeweis! (Vom Essen leider vergessen.)

Bei unserer Besichtigungstour haben wir es leider verpasst, mit Dan und James aufeinanderzutreffen, von denen ich zumindest dachte, sie sind, wie das geplant war, mit den Amerikanerinnen irgendwo grad ab vom Schuss unterwegs, nur um dann Abends heruaszufinden, dass die Mädels am Nachmittag zu anderen Gastgebern abgezischt sind – und die Jungs sich daher selbst durch Adelaide geführt haben. Das kann einem doch mal gesagt werden… Auch das Cricketspiel im Adelaider Cricketstadion zu sehen haben wir aufgrund eines leichten Verhörers meinerseits verpasst – ich dachte, Dan wollte sich das mit uns im Fernsehen ansehen… Naja, laut den Jungs, die ja letzten Endes auch nicht da waren, muss es wohl eh ein schlechtes Spiel gewesen sein. Kann ja auch gar nicht anders, wenn Australien verliert.

Montags dann, da Dan und James wieder arbeiten mussten, alleingelassen, begannen wir erst mal in Ruhe unsere weiteren Etappen zu planen und nutzten die Zeit für eine Blasenentzündung (juhu!), Einkaufen und lecker Essen kochen (die Essensfetischisten unter uns interessiert es vielleicht: Gedünsteter Fisch mit Dillsoße und Kartoffelback, dazu Bohnen-Zucchini-Salat, als Nachtisch Eton Mess mit ordentlich viel Baiser und einigen Himbeeren, wegen der Vitamine). Dan und James (wir natürlich auch) waren überzeugt, die Teller waren leer und ein eher entspannter letzter Abend ein gelungener Abschied von dieser südaustralischen Metropolregion.

Und jetzt alle mal in die gleiche Richtung schauen...

Und jetzt alle mal in die gleiche Richtung schauen…

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