Und sonst so*: Plastegeld

Wenn man arbeitet, kriegt man einen Lohn, üblicherweise. Bei mir war es vorgestern soweit, da Julie für ein paar Tage in Perth ist (innerhalb eines Wochenendes hat der Sohn Hochzeit und die Tochter Uni-Graduation) gab es einen Tag früher mein erstes gut verdientes australisches Geld: 400$ in bar.

Dass mir das nicht auf mein Konto gezahlt wurde, welches ich ja nun extra eingerichtet habe und was eigentlich üblich wäre, hat sogar Vorteile, hier in Nyabing. Es gibt nämlich keinen Geldautomaten, mit dem man an das Geld rankommt. Prinzipiell gibt es die Möglichkeit, im Pub eine Auszahlung mit Kreditkarte zu tätigen (wir haben schließlich ein Kreditkartenterminal), das kostet aber 2$ Gebühr pro Transaktion. (Davon abgesehen würde eine Geldüberweisung in den Aufgabenbereich des Besitzers fallen, und der ist was sowas angeht wohl nicht der fixeste…) Also bekomme ich mein Geld in einem Umschlag, und es wird im Safe aufbewahrt. Wenn ich dann man nach Katanning komme, kann ich es dort auch auf mein Konto einzahlen – wenn dann noch was übrig ist: Morgen kommt jemand, um sich Donald und seine Wehwehchen anzusehen.

Was ich aber eigentlich in diesem Beitrag anmerken wollte: Ich finde dieses australische Geld großartig! Es ist bunt, es hat wunderschöne Motive (zumeist bedeutende australische Persönlichkeiten – und je eine Frau und einen Mann auf Vorder- und Rückseite, außer die 5$-Note, die teilt sich die Queen mit dem Parlamentsgebäude) und was ich ziemlich cool finde: Als Raubkopierschutz ein durchsichtiges Feld in der Note integriert. Sieht einfach klasse aus.

Money, Money, Money… nicht meins. (Es fehlen: 5$ in lila, 10$ in blau.)
Alle kann man sich auf der Wikipediaseite genauer ansehen.

So ein dursichtiges Feld ist bei Papiernoten, wie wir sie so kennen, nicht möglich. Deshalb besteht das australische Geld aus einem Polymersubstrat – ist also im Wortsinne: Plastegeld. Die Technologie dazu wurde in Australien erfunden und entwickelt und hier als erstes angewandt. Mittlerweile haben es einige Länder übernommen (darunter China, die alten Nachmacher), da es als ein ziemlich fälschungssicheres System gilt.

Jetzt mal von diesem Sicherheitsfanatismus abgesehen, bringt Polymer noch andere Vorteile: Es kann restlos zu neuem Geld recycelt werden, es ist reißfester und es ist vor allem wasserfest. Nun bin ich ja der Meinung, dass die Idee von wasserfestem Geld in einem wassersportgeprägten Land eine ziemlich naheliegende ist – aber auch hier im inländischen Nirgendwo konnte ich schon mehrfach feststellen, dass das einfach praktisch ist, wenn man mit nassen Händen Geld händelt. (Warum ist ständig nasse Hände hab ist eine andere Geschichte und hängt vor allem damit zusammen, dass beim Bierzapfen das Glas bis zum Rand mit klarem Bier aufgefüllt wird.) Ich bin für Euros auf Polymerbasis!

 

* Ich hab hier eine Liste an kleinen Dingen, die ich irgendwann mal angemerkt haben wollte, die bisher aber in keinem Eintrag Platz fanden. Sie sollen deshalb ihre eigenen kurzen Einträge bekommen, die ich unter den Topos „Und sonst so“ zusammenfassen will. Da ich die nächste Zeit vor allem arbeiten werde, bietet es sich natürlich an, die in den nächsten Wochen und Monaten immer mal mit einzustreuen.

 

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Ein Kommentar zu “Und sonst so*: Plastegeld

  1. In der 7.klasse oder so waren wir mal einen Tag in der Sparkasse, da ging’s natürlich um Geld und der Mensch von der Sparkasse hat auch vom australischen Geld geschwärmt, wir durften auch versuchen es zu zerknüllen oder zerreißen, daran erinner ich mich heute noch.
    Wünsch dir einen schönen Tag, Bargeld-Franzi!

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