Nach dem Karijini sollte es an der Küste weitergehen mit den Naturschönheiten Western Australias, genauer dem Ningaloo Reef, bekannt für wundervolle Unterwasserwelten und dafür, dass man dort mit dem größtem Fisch der Meere, dem Walhai, schwimmen kann. Auf Ningaloo habe ich mich schon seit langer Zeit gefreut und dass ich es nicht in den ersten vier Monaten in Western Australia dorthin geschafft habe war einer der Gründe, warum ich unbedingt einmal um ganz Australien drumrumfahren musste. Von vielen, denen ich entlang des Weges begegnet bin, wurde mir bestätigt, dass es das schönste Korallenriff Australiens sei, was jetzt vielleicht überraschend anmutet, weil man im Allgemeinen Korallenriff und Australien zu Great Barrier Reef kombiniert. Doch auch Ningaloo hat es zum Weltkulturerbe geschafft und im Gegensatz zum Barrier Reef lockt es mit der unmittelbaren Nähe zur Küste: Zum Schnorcheln braucht man also nur vom Strand ins Wasser zu gehen und man ist da. Ein Traum (insbesondere für Seeganggeschädigte wie mich).
Wir schafften es Montag bis nach Exmouth, der Versorgungs- und Durchgangsort für den nahegelegenen Cape Range Nationalpark und Ningaloo Marine Park, den wir allerdings auch nicht für sehr viel mehr nutzten. Unser Plan war es, die folgenden zwei Nächte im Cape Range NP zu campen, da das dort wohl sehr angenehm sein sollte und mit $7 pro Person und Nacht auch günstiger als ein Caravanpark im Touristenort zu veranschlagen war. Als wir dann beim Ranger ankamen, hatten wir dementsprechend auch nicht mehr viel Auswahl an Campsites und mussten uns „leider“, wie das die Rangerin formulierte, mit einer Campsite 600m vom Strand entfernt zufrieden geben. Ähm ja, äußerst dramatisch, das Leben ist schrecklich hart hier…
Wie sich herausstellte waren wir dadurch auf einem kleinen Camp mit gerade einmal fünf Plätzen, was wir sehr angenehm fanden. Dort ein wenig eingerichtet liefen wir dann diese überaus lange Strecke zum Strand, wo wir den Nachmittag und Abend verbringen sollten und wo ich schonmal in Vorbereitung auf die wirklich guten Schnorchelplätze unsere erworbene Maske mit Schnorchel ausprobierte. Wie sich herausstellte gab es auch dort an unserem kleinen Privatstrand schon ganz viele bunte kleine und große Fische zu beobachten, bevor wir dann den Abend bei einem wundervollen Sonnenuntergang ausklingen ließen.
Den nächsten Morgen ging es dann früh los zum Schnorcheln an den Oyster Stacks, da man dort nur bei Flut schnorcheln durfte, die freundlicherweise an dem Tag morgens um 8 den notwendigen Höhepunkt erreichte. Den restlichen Vormittag verbrachten wir mit der weiteren Planung und stellten schnell fest, dass wir mit den ganzen angedachten Schnorchelgängen durchaus noch mehr Zeit vor Ort verbringen könnten, sowie ein Schnorchel für zwei (einer ist im Wasser, der andere pausiert) nicht ausreicht und Flossen bei der Strömung eigentlich dringend angeraten wären. Der Tagesplan lautete demzufolge die Touristeninfo im Park aufsuchen wegen Infos über die verschiedenen Strände, dort informiert werden, dass gegen nachmittag Regen angekündigt ist, der aber üblicherweise im Inland vorbeizieht, dann nach Exmouth fahren um das erstliche Equipment zu besorgen und die Vorräte auffüllen, und dann zurück in den National Park um am Lakeside-Riff den Nachmittag zu verbringen. Sowohl Oyster Stacks als auch Lakeside ließen einen große Augen machen, viele, viele Fische überall (und ich behaupte auch einen Riffhai gesehen zu haben: er sah aus wie ein Hai und er schwamm wie ein Hai, also war es einer) und im Gegensatz zum Barrier Reef waren auch die Korallen selber in einer sehr viel besseren Verfassung. Bilder davon gibt es mit viel Glück wenn ich wieder zu Hause bin, vorausgesetzt die nicht ganz so wasserfeste Unterwasserkamera hat tatsächlich nicht nur graue Schatten abgelichtet und der Film lässt sich von dem bisschen Salzwasser nicht beeindrucken… (Einen Film in Exmouth finden war auch so ne Aktion – also Einmalunterwasserkameras bieten sie ja alle an, aber nur den Film, da kannste lange suchen…)
Wir freuten uns jedenfalls der Dinge bevor wir uns wieder auf den Weg zum Zelt machten, stoppten unterwegs bei den Camphosts um noch eine weitere Nacht zu verlängern und wurden dort informiert, dass der kleine Regen, der vermutlich im Inland vorbeizieht, während unserer Abwesenheit zu einer Sturmwarnung für die Nacht ausgewachsen war. Man solle doch bitte alles festbinden und dran denken „we’re all in this together“ (meinte so der nette alte Herr). Wir holten also die Plane raus und zurrten sie extrafest über Auto und Zelt, vor allem, damit Katja im Zelt trocken bleibt. Insgesamt 12 straff gespannte und zigmal verknotete Seile sollten die Plane halten, wo wir sie wollten und vom hin- und herklatschen abhalten. Als das geschafft war, setzten wir uns ins Auto und tranken ein paar alle Cider, die wir in Exmouth erstanden hatten während wir dem Wind lauschten und uns amüsierten, dass das also das schlechteste Wetter sein sollte, das Exmouth zu bieten hatte.
Unsere Einschätzung wurde ein paar Stunden später angepasst, als der Sturm dann doch endlich eintraf und meinte, so fest pusten zu müssen, dass die Plane an einer Seite komplett abriss, auf das Zelt drückte, aus dem sich Katja ins Auto rettete und von dort mit ansah, wie ich draußen Schlimmeres zu verhindern suchte indem ich mitten im schlimmsten Regen und Wind, welche die Nacht zu bieten hatte, die restlichen 8 Seile irgendwie wieder losband und den Planenrest versuchte ins Zelt zu bugsieren, damit er nicht wegfliegt. Alternativ hätte ich auch Kitesurfen als Hobby für mich entdecken können, aber dafür war ich mal wieder nicht cool genug. Irgendwann schafften wir es trotzdem, ein bisschen zu schlafen, und stellten dann am nächsten Morgen recht erstaunt fest, dass das Zelt quasi unbeschadet überstanden hatte. Großartig. (Und ich zitiere an dieser Stelle noch meinen Lieblingssatz aus der Nacht: „Tie everything down, there will be no sun tonight!“ Ich bin soooooo witzig.)
Das Wetter sollte jedoch den ganzen folgenden Tag nur so unterdurchschnittlich bleiben, grauer Himmel, Windgeschwindigkeit von um die 35 Knoten und entsprechend raue See, Schnorcheln war von offizieller Seite für den Tag gesperrt (nicht, dass wir uns bei diesem Wetter dazu wirklich motivieren konnten). Wir widmeten uns hingegen dem Aufräumen der Resultate der Vornacht – Plane falten bei viel Wind macht ganz viel Spaß –, guckten uns den grauen Himmel im Auto sitzend aus an, kochten lecker Abendbrot aus der Konservenabteilung, und wurden schließlich noch zu einem der benachbarten älteren Ehepaare auf einen Tee eingeladen, nachdem sie uns am Nachmittag schon Hilfe angeboten hatten (da hatten wir die Plane aber schon zusammengefaltet gekriegt). So ein entspannter Tag Nichtstun muss ja auch mal sein.
Am nächsten Morgen war dann der Wind zum Glück wieder etwas ruhiger und auch wenn der noch etwas pustete, war es doch deutlich angenehmer draußen. Leider wurden unsere Schnorchelpläne noch weiter eingeschränkt, der Drift Snorkel in der Turquoise Bay, den wir eigentlich am Vortag auf dem Programm hatten, und von dem wir uns erhofften endlich eine Meeresschildkröte zu sichten, war nach wie vor nicht freigegeben, wegen der zu starken Strömung. Aber den Junior Snorkel könnten wir dort machen. Das taten wir dann auch, und das Wasser war in der Tat so türkis wie man das bei dem Namen erwarten kann, wenn auch nicht ganz so klar so kurz nach dem Sturm.

Auf dem Weg nach Exmouth gab es noch dieses Schiffswrack zu beobachten. Die Muscheln am Strand fanden wir interessanter.
Vom schlechten Wetter also leider um einiges an Aussicht(en) gebracht, konnten wir uns trotzdem an schönen Korallen und bunten Fischen ergötzen, bis wir uns sattgesehen hatten und den Weg zurück durch Exmouth bis runter ins 150km entfernte Coral Bay angingen. Letzteres, ebenfalls am Ningaloo Reef gelegen, sollte uns dann heute noch einmal mit einem wunderschönen Schnorcheltag verwöhnen, klares, türkisblaues Wasser im Sonnenschein bieten und in der Bucht fand man keine Korallengärten, nein, einen ganzen –urwald.
Immer ging es noch weiter, Stunden verbrachten wir im Wasser und bekamen tatsächlich auch noch ein paar neue Exemplare an Fischen zu Gesicht –doch leider auch hier keine Schildkröten. Aber einen Stachelrochen sah ich am Meeresboden entlanghuschen! Zwischendurch konnte man sich dann am Strand wieder trocken und warmscheinen lassen von einer am blauen Himmel strahlenden Sonne, die uns dann hoffentlich noch mindestens bis Shark Bay begleitet, bevor wir uns der Realität des Herbstes stellen müssen, die Tropen haben wir heute nämlich erst mal hinter uns gelassen.
Da aber das alles so schön ist hier und ich davon noch viel mehr sehen will, als ich es jetzt konnte, muss ich halt wohl noch mal nach Australien kommen, irgendwann. Geht gar nicht anders.
Man sollte es kaum annehmen das sowas möglich ist, aber beim Versuch, den Karijini National Park zu beschreiben, gehen auch mir die Worte aus. Also, vielleicht bin ich auch nur einfach müde grad, aber wenn ich mich recht erinnere war auch die Tage im Nationalpark selbst nicht sehr viel mehr aus uns rauszukriegen als ein „Ohhh, schön!“ Und zwar alle naselang. Weil wenn man den Karijini in einem Wort zusammenfassen will, dann fällt einem nicht viel anderes ein als „Wunderschön“.
Versuchen wir es der Reihe nach: Port Hedland hatten wir am Donnerstag Mittag hinter uns gelassen und fuhren nach Süden, vorbei am Auski Roadhouse, in den Karijini National Park hinein, wo wir gerade noch so das Besucherzentrum vor Feierabend erreichten, nachdem das mit der Eintrittsgeld- und Urlaubspasserwerbsplanung ein wenig gedauert hatte am Parkeingang. Im Besucherzentrum erwarben wir dann unseren Holiday Pass, der uns für $40 vier Wochen lang Eintritt in alle Nationalparks Western Australias gewährt (Tasmanien, aufgemerkt!) sowie einen Campingplatz für zwei Nächte am Dales Gorge Campground, Einzelheiten zu erfahren bei den freiwilligen Campgastgebern. Bei denen wurde uns ein Platz zugewiesen, den wir allerdings erst später besichtigten – erstmal stand noch ein erfrischendes Bad an, bevor die Sonne untergehen sollte. Dazu musste man auch nur mal eben wieder einen steilen Felswand mit frei interpretierter Treppe heruntersteigen, sich dann auf den nassen, glatten Steinen nicht auf die Fresse legen, bevor man dann planschen gehen konnte: Fortescue Falls hieß das und sollte auf jeden Fall einen erstklassigen ersten Eindruck vom Karijini geben.
Solchermaßen angefüttert freuten wir uns auf die folgenden zwei Tage Wandern, die sich dann nach einigem Planungshin und –her so gestalteten, dass wir am Freitag uns einen etwas längeren Rundweg am Dales Gorge aus den verschiedenen kürzeren Optionen zusammenbastelten, bevor wir am Samstag im Weano Gorge zwei kürzere, schwerere Trails absolvieren sollten. Den Start in den Freitag sollte ich mir morgens aber trotzdem erstmal etwas versauern, als ich beim Ausparken zwar an die Begrenzungspfosten dachte, nicht aber an die Platznummernstange in der Ecke am Wegesrand, die mit etwa 50cm Höhe nirgends im Blickbereich war, und die Donald also dann doch etwas döller kennenlernte als ich das gut fand. Hab ich ihm also auch eine Beule zugefügt. Och menno.
Der Rest des Tages war jedoch ausnahmslos wunderbar. Der Dales Gorge war ein Augenschmaus und die Wanderung, obwohl wieder mal rechtzeitig zur Mittagshitze angegangen, ob der Aussicht auf drei erfrischende Pools entlang des Weges, nicht kräftezehrend sondern eher erfrischend. Stellenweise als „Class 4“ gebrandmarkt (ab „Class 6“ wird hier Kletterausrüstung und ne Anmeldung beim Ranger gefordert) war der Weg trotzdem nicht halb so schwer wie erwartet/befürchtet, man musste halt manchmal etwas kreativ sein, wenn es darum ging, den Wegmarkern zu folgen. Belohnt wurde man mit wunderschöner Aussicht auf beeindruckende Steilwände, malerische Flora entlang des Weges, eiskalte Pools und ganz wenig Wanderverkehr entlang des Weges.
Abends wieder am Camground wurden wir von unseren Nachbarn zu einem abendlichen Schwatz eingeladen, den ich gern annahm. Katja verpasste hingegen, da lieber der Müdigkeit ins Zelt folgend, verpasste einen heiteren Abend bei anderthalb Flaschen Wein mit Bob und Gwyneth, typische australische Rentner, die ihren arbeitsarmen Lebensabend im Caravan durchs Land reisend verbringen. Der korrekte australische Begriff dafür lautet übrigens „Grey Nomads“ und ist ein durchaus üblicher Lebensabschnittsplan.
Am Tag darauf bauten wir morgens unsere Zelte ab und richteten Donald gen Westen, wo wir dann laut Wegbeschreibung auf eine Nebenstraße abbiegen sollten, die zumindest aufgrund teilweiser Teerung eine geringere Belastung fürs Auto darstellen sollte. Wie wir dann leider recht bald feststellen mussten, waren die 30km Dirttrackstrecke trotzdem kein Zuckerschlecken, aber nach etwa einer Stunde Ausweichen, Abbremsen, Vibrieren und Randfahren kamen wir dann doch endlich am Parkplatz an. Da die beiden geplanten Wege eine „Class 5“ aufwiesen, holte ich ganz großzügig mal wieder die Wanderstiefel raus und als wir alles zusammengepackt hatten, ging es dann los, mal wieder eine Schlucht hinabklettern. Kaum unterwegs wurden wir von einer Gruppe Jungs quasi im Fluge überholt, die in Flip Flops sich mehr hüpfend als laufend den Weg bahnten. Wir fanden die Wahl des Schuhwerks mindestens abenteuerlich – sollten aber gleich noch feststellen, wer denn hier die falschere Entscheidung getroffen hatte. Kaum näher am ersten Ausflugsziel heran mussten wir dann nämlich umdisponieren – will heißen, uns ausziehen und unsere Sachen zurücklassen: Der Weg führte ins Wasser, teilweise so tief, dass man ums schwimmen nicht drumrum kam. Die Kameras gut in Felskanten verstaut, trauten wir uns in Bikini und barfuß dann aber doch weiter, bis der Gorge immer enger wurde, und man einige Stufen im Bachbett herabklettern musste. Trotz Befürchtungen beiderseits, dass wir da nie wieder rauskommen, kletterten wir neugierig weiter, Katja so oft es ging entlang der plattigen Felswände, ich lieber im Bach, bis wir den Kermits Pool erreichten, dass erste Ziel des Tages. Dort waren die Jungs von vorher mit Sprungübungen von den Felswänden ins Wasser beschäftigt, wir hielten uns da aber zurück und genossen lieber den einmaligen Ort.
Wieder bei unseren Habseligkeiten angekommen, angezogen und die Wand wieder hochgeklettert ging es dann zum zweiten Wanderweg, der sich dann aber auch recht fix als einer herausstellen sollte, wo man ab einem bestimmten Punkt ums Wasser nicht mehr drumrumkommt. Katja wollte sich nicht schon wieder umziehen, da ich aber zu dem Zeitpunkt schon wieder im Wasser war, um herauszufinden wie tief es ist, hab ich mich dann doch locken lassen um die Ecke zu sehen und folgte dem Pfad immer weiter über Geröll, glibbschige Steine und durch noch mehr Wasserstellen, legte mich dabei ein paar Mal fast hin bevor ich dann wieder eine enger werdende Stelle betrat, an der man sich ordentlich an den Wänden festhalten musste, während die Füße sich langsam auf schmalen Stufen ihren Weg suchten. Schließlich weniger als einen Meter breit, gab man sich sehr Mühe nicht auszurutschen, denn man sah schon das Ziel, den Handrail Pool, so benannt, weil es zu dem Wasserloch etwa vier Meter runtergeht, die man am Besten mit ganz doll am Geländer festhalten absolviert. Eigentlich ja immer der größte Angsthase, traute ich mich dann da aber doch runter (es waren noch ein paar andere dort, wenn ich abgesegelt wäre hätte sich also sicher auch jemand erbarmt mir zu helfen; es ist mir im Übrigen ein Rätsel, wie einer der Anwesenden es geschafft hatte nicht nur seine Kamera samt Stativ sondern auch sich in Klamotten trocken dorthin zu befördern – der muss doch nen Geheimweg kennen) und verweilte einige Momente an diesem zauberhaften Ort, bevor ich mich wieder auf den abenteuerlichen Rückweg machte. Katja eingesammelt ging es dann wieder hoch – nach jedem dieser Anstiege fühlt man üblicherweise ein dringendes Bedürfnis nach einer Abkühlung in einem kalten Pool – und wir machten uns auf die einstündige Fahrt über die staubige Dirttrack zurück zur richtigen Straße. Dort folgten wir dann der Sonne bis nach Tom Price (ja, Städte nach Menschen zu benennen hat hier eine gewisse Tradition), wo wir uns in einem Caravan Park einquartierten und nach drei Tagen endlich wieder Strom, Internet und somit Kontakt zum Rest der Welt hatten, denen wir ja erstmal ein paar Bilder unter die Nase reiben mussten. Wegen offensichtlichen Gründen beschränken sich unsere Lichtbilddokumente leider auf den Dales Gorge und die Anfänge unserer samstäglichen Touren, was heißt, dass das Allerschönste nur in unseren Köpfen abgebildet ist. Da bleibt euch wohl leider nichts anderes übrig, als herzukommen und es euch selbst anzuschauen (oder alternativ hier und hier ein paar Eindrücke zu klauen).
Nachdem wir die Nacht an einem Rastplatz entlang des Weges verbracht hatten, wollten wir natürlich die Gelegenheit nutzen, die etwa 600km lange Strecke nach Port Hedland durch den Besuch des 80 Mile Beach aufzulockern. Ja, da gibt es irgendwo in der Einöde im Nordwesten Australiens einfach mal etwa 130km ununterbrochene Strandlinie. Warum auch nicht. Der Zugang ist begrenzt, obwohl der Highway gerade mal ein dutzend Kilometer entfernt ist, aber Querstraßen gibt es nur alle Jubeljahre mal. Eine davon pickten wir uns heraus und sonnten uns eine Weile bevor wir uns ausgiebig dem Muschelnsammeln hingaben. Das tat gut, und sollte dann an dem Tag landschaftlich auch den Höhepunkt darstellen.
Danach ging es nämlich weiter, immer näher an Port Hedland heran – und die kürzer werdende Distanz ließ sich an der umgekehrt proportionalen Zunahme von Trucks auf der Straße gut feststellen. Herzlich willkommen im eisernen Herzen Australiens. Port Hedland, Karratha, Dampier (entlang der Küste), sowie Tom Price und einige andere kleine Orte und Minen (im Landesinneren) der Pilbara-Region sind quasi wegen nichts anderem existent, bekannt und besiedelt als dem Abbau von Eisenerz. Und wir reden hier von viel Eisenerz, quasi dem Grund, warum Western Australia so stinkend reich ist im Vergleich zu den anderen Bundesländern. 50% der westaustralischen Bergbauerzeugnisse sind Eisen, die damit 20% der australischen Exporte allein stemmen, sowie allein etwa 4% des australischen Bruttoinlandsprodukts aus der Erde holen. Der vielbeschworene Mining Boom, in Western Australia ist er zu Hause, und wer wissen will, wie sowas aussieht, der fährt nach Port Hedland.
Lanschaftlich auf keinen Fall sehenswert, fällt einem schnell auf, dass man in einer Arbeiterstadt ist. Nicht nur, dass die Autos auf der Straße auf einmal kaum mehr Caravans hinter sich herzogen oder coole Backpacker in graffitibesprühten Camperbussen die Mehrheit des Verkehrs stellten: Wo man hinsah – zwischen den Trucks, die einen auf einmal im Dutzend pro Minute entgegen kamen – Arbeitsautos, mit Schildern, Warnleuchten und Gerätschaften. Im Ort dann selbst, wir wollten mal eben den lokalen Wollwert (Woolworth neben Coles der Hauptsupermarktversorger) aufsuchen, quasi Einheitslook wo man hinsah: Ich behaupte mal mehr als drei Viertel der Menschen trugen die vorgeschriebene australische Arbeitsbekleidung in knallorange- und neongelb-dunkelblau. Hier leben keine Rentner, wenig Kinder, hier leben die Menschen, die ein paar Jahre Geld verdienen wollen, und dann sehen, dass sie wegkommen. (Oder hängenbleiben.) Selbst eine Australierin hab ich die Tage überhört, wie sie Port Hedland als die hässlichste Stadt Australiens titulierte.
Für uns sollte es demzufolge auch nur ein Auflade- und Tankstopp sein, bevor es zum eigentlichen Ziel in der Pilbara, dem Karijini-Nationalpark ging. Allerdings gedachte ich dann, wenn man schon mal in so einer Gegend ist, die Gelegenheit zu nutzen und ein bisschen Roadtrain-Spotting zu betreiben – immerhin eine Ikone Australiens, und hier fuhren sie quasi alle naselang an einem vorbei. Auch ein Erlebnis: Einen Roadtrain im Kreisverkehr sehen. Ja, denkt man sich da, die haben in Port Hedland Kreisverkehre, groß genug sind für Roadtrains. Oder auch sehr schön: Von einem Roadtrain überholt werden (was bei meinem Spritspartempo auch nicht selten passierte). Da fühlt man sich doch ein bisschen klein, in seinem Donald. Wie gesagt, gut für ein paar Fotos sollte das sein, also hielt ich an einem Lookout, eigentlich für Züge angedacht, an dem prompt auch noch einer der Iron Ore Trains an mir vorbeifuhr.

…an dem Punkt hab ich dann afgegeben. Die Lok ist irgendwo rechts, zwischen dem Strommast und dem Baum links daneben… es dauerte noch eine Weile, bis der letzte Waggon vorbeifuhr.
Den in seiner ganzen Länge abgewartet, stellte ich mich an die Straße und hielt die Kamera auf alles, was die bekannten Warnschilder (“ROAD”-”TRAIN”)vor sich her trug, was immerhin auch von einigen der Fahrer mitbekommen und mit einem freundlichen Zurückhupen kommentiert wurde. Für euch jetzt also eine kleine Galerie diverser Lastzüge, die ihr, mit dieser Tabelle hier, gerne auch typisieren könnt. Wer alle korrekt in einem Kommentar hier postet gewinnt keine Postkarte aus Port Hedland!
Im letzten Beitrag hab ich euch ja komplett vorenthalten, warum wir da am 25.4. durch Kununurra quasi nur durchfuhren – aufgrund des ANZAC Days war alles dicht und wir sozusagen zur Umdisponierung unserer Pläne angehalten, was uns ja letzten Endes zur Grotte führte und schon deshalb eigentlich grundrichtig war. Aber man kann ja noch einige Worte zum Feiertag an sich verlieren, zumal ich mich dann nicht nur mit den Australiern angelegt habe, was das Thema angeht. ANZAC steht, ganz niedlich gekürzelt für Australian and New Zealand Army Corps, so getauft als man im Ersten Weltkrieg noch das koloniale Mutterschiff mehr pflicht als bewusst unterstützte, und der 25.4. markierte mit dem Beginn der Schlacht um Gallipolli (wenn ich nicht irre) den ersten Einsatz von australischen Truppen in irgendeinem Kriegseinsatz. Nun wird jedes Jahr an diesem Tag dem Einsatz der tapferen Recken gedacht, die im Angesicht des Bösen (das sind üblicherweise wir Deutsche) Freiheit, Liebe und Sonnenschein verteidigt haben – und dabei auch Verluste erlitten. Mittlerweile wird zu diesem Anlass gleich allen Soldaten gedacht, die jemals im Dienste ihrer Majestät standen, wenngleich auch die Einsätze der letzten Kriege (a.k.a. Vietnam, Afghanistan, Irak) mehr auf den schlechten Einfluss des besten Freundes (*hust* USA *hust*) zurückzuführen sind. In der Praxis bedeutet dieses Gedenken jetzt nicht nur, dass eben feiertagsmäßig alles außer Supermärkten und Tankstellen mehr oder weniger dicht ist, sondern auch, dass landauf landab die Soldaten in ihren schnieken Uniformen gedenkmarschieren und –posieren; was wir auch live auf Facebook u.a. dank unserer Darwiner Luftjungs mitbekamen; und sich dann das gesamte Land hinterher kollektiv im Pub erinnert einen wegtrinkt. Nur wir nicht, denn wir konnten in Kununurra ja keinen offenen Bottleshop finden, um den dazu notwendigen Alkohol zu erwerben. Inwieweit jetzt meine Diskussionen um Soldatengedenken in letzter Zeit aussahen, möchte ich jetzt gar nicht weiter erörtern, aber sagen wir mal so: Die Siegermächte haben halt doch irgendwie nen anderen Ansatz als wir das vielleicht gewohnt sind.
Soviel soll dann aber heute zur australischen Kultur auch erstmal reichen, widmen wir uns wieder den Naturschönheiten, denen wir als Nächstes begegnen sollten. Nach einer Übernachtung entlang des Highways und dem erneuten Ausfall eines Programmpunkts wegen ist-nicht (diesmal: Bungle Bungles, wegen Anreiseweg von 70km entlang allradbenötigender Dirttracks) erreichten wir letzten Freitag dann Fitzroy Crossing, von wo man in den Geikie Gorge National Park kommt, den wir natürlich auch auf unserer Liste hatten. Dort ging es dann mal wieder anderthalb Stunden bei hochsommerlichen Temperaturen hin- und herlaufen, diesmal mit erhöhtem Schwierigkeitsgrad: Sandboden. Man fühlte sich wie ein Beachvolleyballer nach dem Olympiafinale. Also, körperlich jetzt. Doch auch dieses Mal sollte die Mühe mit unberührter Natur belohnt werden, zumal wir auf der Strecke komplett allein waren, nachdem wir erstmal ein paar Meter vom Parkplatz entfernt waren.
Abends ging es dann noch ein Stück weiter Richtung Westen, bevor wir wieder an einem Highwaystop rasteten. Der nächste Tag war eigentlich dazu angedacht, ihn entspannt in Derby und ein bisschen auf der Gibb River Road rumfahrend zu verbringen, aber Derby, gleichwohl Heimat von Bradley, war doch eher unspektakulär und die Gibb River Road, also zumindest der geteerte Teil davon, den wir uns betrachten wollten, wurde uns vom Touristenzentrum ausgeredet, weil man da eh nichts zu sehen bekommt (für den spektakulären Part der Strecke braucht man mal wieder Allrad, aber vieles davon war eh noch nicht wieder für den Verkehr freigegeben).
Najut, also wieder zurück zum Highway nach Broome, von wo aus wir uns entschieden, einfach gleich an dem Tag doch noch dort reinzufahren. Unser erster Tagesordnungspunkt dort, Tourenplanungen in der Touristeninfo, fiel jedoch auch aus, weil die Damen und Herren gedachten, statt der ansonsten üblichen Feierabendzeit von 16:00 Uhr doch ausnahmsweise mal eine Dreiviertelstunde früher abzutreten. Gut, dass wir uns beeilt hatten um recht früh, etwa 15:25 Uhr, in Broome einzureiten… Najut, das wurde vertagt und wir machten uns auf dem Weg zum Cable Beach Caravan Park, von dem man hier und da Gutes gehört hatte, was der sich allerdings mit klingender Münze bezahlen ließ. $38 ärmer hatten wir dann aber ein Zuhause für die Nacht und konnten erstmal ausgiebig Ladegeräte auslasten und den schicken Pool nutzen. Für den Abend standen dann verschiedene Programmpunkte zur Auswahl, aber aufgrund des Programmangebots setzte sich dann das Sun Pictures Cinema durch, ein niedliches altes Kino mitten in der Innenstadt, wo man im Freien guckt und das sich deswegen das „oldest running picture garden of the world“ draußen dran geschrieben hat. Man hat die Wahl zwischen Sitzen unterm Sternenhimmel oder weiter hinten unterm Vordach, die Leinwand selbst befindet sich auch unter freiem Himmel. Wir entschieden uns für die erste Reihe, wo wir in Liegestühlen eine aktuelle Hollywoodgroßproduktion (Ironman 3, was uns in die Bredouille bringt, Ironman 1 und 2 sehen zu müssen, zumindest die Avengers hab ich schon im Flieger auf dem Herweg konsumiert) und somit Jonathans Reiseplanungspunkt genossen, der mit seiner Auswahl den viel zu seltenen Kinobesuchen im Urlaub entgegenwirken wollte. Und ich hab damit dann auch schon mal lange vor euch meine ganz private Filmnächtesaison eröffnet.
Der Abend war also wunderbar, aber unsere Sparfüchse meldeten sich und merkten an, dass ein Caravan Park in der Nähe des Cable Beach ja ganz nett sei, man doch aber sicher irgendwo etwas günstiger unterkommen konnte –und so verließen wir am Sonntagmorgen den herzeigbaren Platz und fuhren zu einem anderen Caravanpark in Broome, der laut Internetwerbung für immerhin $8 weniger pro Nacht zu haben sein sollte, und wo wir uns zwei Nächte einzufanden gedachten. Die Ersparnis wurde allerdings vor Ort teuer bezahlt, denn die Ausstattung und Freundlichkeit des Servicepersonals ließ dann doch arg zu wünschen übrig… Immerhin hatten wir es auf dem Weg zur neuen Heimstatt geschafft, die Touri-Info aufzusuchen, wo Katja problemlos ihre Kameltour für den nächsten Tag buchen konnte und mir offenbart wurde, dass auch die hiesigen Aborigine-Kultur-Touren (laut Internet ab April im Programm) nicht verfügbar seien. Also, ich könnte eine buchen, allerdings in Cape Leveque, circa 200km Allradstrecke entfernt, mehrere Tage für hastenichgesehenhundert Dollar. Öhm (kurzer Blick ins Portemonnaie) nein?
Solcherart mal wieder ums Geldausgeben gebracht (menno, ich will aber!) tat ich dann das Nächstliegende: Ich investierte in Schmuck (wie mancher auf Facebook eventuell schon mitbekommen hat). Zum Einen auf dem Touristen empfohlenen Markt, wo allerlei Kunsttreibende ihre alternativen Güter anpriesen (von original Thaimassagen über Dufttherapiekerzen zu Hippiekartoffelsackkleidchen), wo zwischendrin ein kleiner Tisch stand, an dem ein recht normal aussehendes Mädchen selbstgemachte Armbänder und passende Ohrringe verkaufte. Die waren so hübsch, dass es eine Weile dauerte, bis ich mich denn nun endlich für ein Armband entschieden hatte, zu dem glücklicherweise keine passenden Ohrringe vorhanden waren, was dem Versuch des Zurückhaltens doch ein bisschen entgegen kam. Zum Anderen in dem Perlenschmuckladen direkt neben der Touristeninformation, und dort vor allem aus einem Grund: Man ist in Broome, da muss man Perlen kaufen. Das ist wie Coober Pey mit seinen Opalen. Mit kamen für den sensationellen Preis von $22 ein Paar (gezüchtete Frischwasser-)Perlenohrstecker in Nichtweiß für meinereiner, sowie zwei Paar Ohrringe als Mitbringsel (davon eines für Mutti, als hätte ich geahnt, dass sie abends beim telefonieren und vom Perlenohrringen erzählen sich auch welche wünscht). Es sollte später noch eins dazukommen, auch als Mitbringsel. Weil ich so lieb bin. So wird man auch Geld los.
Der Rest des Tages verlief dann zum Glück etwas kostengünstiger, zum einen am Cable Beach (einer der schönsten Strände der Welt, behaupten die Australier, kann man so stehen lassen), an dem wir Sonnenschein und türkisblaues Wasser genossen. Weil wir können.
Abends gab es dann noch, man sollte es nicht glauben, dass ich irgendwann mal zum richtigen Zeitpunkt irgendwo bin, die Staircase to the Moon, frei auf deutsch Treppe zum Mond. Touristisch voll ausgeschlachtet (mit quasi identischem Kunstmarktanbietern vom Nachmittag und Firlefanzverkäufern umgeben) kann man an der einen Bucht, an der Broome sich ja nun befindet, einen spektakulären Vollmondaufgang beobachten, der, aufgrund des ebbebedingten Flachwassers, solche Lichtreflexe wirft, das es aussieht, als wäre dort eine Treppe zum Mond hinauf. Wenn man daran denkt, das gute Fotoequipment mitzunehmen (Tele, Stativ, und solche Nichtigkeiten, die ich, clever wie ich bin, dachte nicht zu benötigen), kann das so aussehen. Bei mir sieht es immerhin so aus.
Weiter mit dem vollen Programm ging es am nächsten Tag – also, wenn man Strandtag als Programmpunkt definiert. Ordentlich brutzeln ließen wir uns, bei strahlendem Sonnenschein und hochsommerlichen Temperaturen, hüpften alle naselang mal ins angenehme Nass und ich fing an mich fürs Muschelnsammeln zu interessieren. Am Nachmittag ging es dann den Strand weiter entlang zum Treffpunkt, wo die Kameltouren starten, die Katja sich ja am Vortag gebucht hatte, und so fanden wir uns am Tourisammelpunkt ein, an dem auch schon zwei Truppen Kamele standen.
Kamele sind ja bekanntermaßen ein typisch australisches Tier, das weiß ja jedes Kind, nicht wahr? Ihr nicht? Nunja, als die Afghanen, die mit ihren Kamelen (Art Dromedar) die Versorgung beim Eisenbahnschienenbau quer durchs Land sichergestellt hatten, dank der Fertigstellung ebenjener Eisenbahn mehr oder weniger arbeitslos wurden, hatte man die Kamele der Einfachheit halber gleich in die Freiheit entlassen (der interessierte Leser weiß schon was kommt). Die gutmütigen Wüstenschiffe nahmen ihnen das gar nicht mal übel, zumal ihnen die Landschaft auch so gefiel, dass sie sich wie die Kaninchen vermehrten (der Vergleich passt hier grad wirklich wunderbar, und zwar auf mehreren Ebenen), was dazu führte, dass Australien eine der größten wilden Kamelpopulationen der Welt sein Eigen nennen kann. Mittlerweile sind es so viele und die damit einhergehenden Schäden an heimischer Flora und Fauna so beträchtlich, dass die Kamele tot oder lebendig eingefangen werden und so oder so nach Saudi-Arabien und andere interessierte nahöstliche Länder exportiert werden. Dort herrscht offensichtlich Kamelmangel.
In Broome gibt es keine wilden Kamele – also wir haben zumindest keine gesehen – aber immerhin drei Tourenanbieter können davon leben, dass sie die Touristenscharen auf ihre domestizierten Exemplare drauf setzen und am Strand hin und her führen. Das sollte auch Katja jetzt erleben und mit mir hatte sie sogar ihre persönliche Fotografin vor Ort, um das alles für die Nachwelt festzuhalten. Ich trottete also der Schar an Kamelen hinterher, um den perfekten Moment abzulichten (oder auch hunderte davon), während Katja von oben die Aussicht, die Sonne und das Leben an sich genoss. Das ganze hatte etwas von 1001 Nacht, und Katja war die Prinzessin (den Spitznamen wird sie seit Darwin auch nicht mehr los).
Glückselig nach ihrem Ausritt, den sie sogar auf dem ersten Kamel quasi anführen durfte, bestand die einzige weitere Aufgabe des Tages im Abkühlen von der Strandsonne, was wir, als wir dann irgendwann einen offenen Bottleshop gefunden hatten, ganz aristokratisch mit dem entsprechenden Alkoholverzehr auf dem Campingplatz kombinierten.
Der Dienstag fing dann, nachwirkungsbedingt, etwas langsamer an, sollte uns aber auch erstmal wieder gen Küste führen, diesmal allerdings zuerst zum Gantheaume Point, der spitzen Landzunge quasi am Ende Broomes, wo Australien in den Indik fällt. Dort gibt es einen Leuchtturm, der jetzt eher nicht als eigenständige Attraktion gelten kann, sowie eine atemberaubende Aussicht auf schroffe, sand-rot-braune Küstenlinie vor türkisblauem Meer. Ein Traum.
Dort ein wenig rumgeturnt sollte es dann aber doch noch mal zum Cable Beach gehen, wo wir uns fix abkühlten, bevor wir uns erneut den organisatorischen Dingen des Alltags widmeten: Post, Bank, Supermarkt, Tankstelle. Als wir das alles (und noch viel mehr!) abgehakt hatten, schwangen wir uns am frühen Nachmittag wieder ins sauna-artige Auto und fuhren weiter, Richtung Port Hedland.
Hört sich das ausreichend wehleidig an? Gut, denn das war ich die letzten Tage und daran könnt ihr jetzt teilhaben. Auslöser war ziemlich eindeutig die Abreise aus Darwin, die sich, von Katja und mir schon im Vornherein befürchtet, als ziemlich schlimm erwies. Nachdem wir dort anderthalb Wochen bei bester Unterhaltung verbracht und das Leben genossen hatten, fiel es uns nachvollziehbarer Weise ziemlich schwer, wieder auf die Straße zu ziehen – nicht nur, weil damit ein Ende der klimatisierten Unterkunft einherging. Die Herzlichkeit und quasi spontane Freundschaft, die wir zu unseren beiden Gastgebern aufgebaut hatten sollte nun schließlich sein Ende haben. Und als wir diese Tatsache so verdauten, machte sich bei mir allgemeine schlechte Laune breit. Meine Abneigung gegen Abschiede sollte mittlerweile bekannt sein, aber es war nicht nur das: Es hatte auf einmal etwas Endgültiges. Dan und James hab ich bisher noch jedes Mal wiedergesehen, und selbst der letzte Abschied war nur halbherzig für immer (“Du kommst doch eh nochmal vorbei!”), dass ich in Nyabing nochmal vorbeifahre auch schon ein langgehegter Rundreisenabschlussplan meiner Seite… Mit der neuen Erkenntnis der Endgültigkeit setzte dann auch das Bewusstsein dafür ein, dass meine Reise sich nun unweigerlich einem Ende nähert: Es sind weniger als zwei Monate bis zu meinem Abflugtermin. Und jetzt kommen wir zu meiner schlechten Laune: Denn ich will nicht zurück. Ich will mich nicht verabschieden von dem Land, in dem ich immer sein wollte, und das jetzt, da ich hier sein kann, alles ist was ich je erwartete, manchmal ein bisschen weniger, oftmals sehr viel mehr. Das heißt nicht, dass ich euch nicht alle vermisse und mich nicht freue, alle möglichen Schandtaten in alten Kreisen zu unternehmen, ich habe auch ein ziemliches Bedürfnis, zur Abwechslung mal wieder sesshaft zu werden und mich mal in einem “richtigen” Job zu versuchen: Aber ich muss das nicht notwendigerweise in Deutschland tun. Wenn ich ehrlich bin, wäre es mir momentan sehr viel lieber, wenn ihr einfach alle auch hierher zieht. Das Interessante dabei ist, dass ich das vor ein paar Monaten noch nicht vermutet hätte, zumal ich auch damals in den USA doch auch ein starkes Bedürfnis hatte, wieder heimzukehren. Doch sollte sich damals meine Unzufriedenheit in Heimweh wandeln ist es hier geradezu, als würde mein Fernweh in der Ferne noch weiter befeuert. Und auch wenn sich das sicher noch ein bisschen einkriegt, bevor ihr mich wiederseht, möchte ich doch zumindest mal zu Protokoll gegeben haben, dass es vermutlich nicht das Einfachste sein wird, wieder in den Flieger zu steigen.
Bis dahin ist aber wie gesagt noch ein bisschen Zeit, die ich gedenke zu nutzen – auch, damit ich euch hinterher spannendere Geschichten erzählen kann als “…und dann haben wir auf der Couch gesessen und rumgehangen.” Was wir letzten Freitag gemacht haben. Obligatorische Kissenschlachten und nächtlicher Poolbesuch inklusive, wobei wir bei letzterem dann auch mal ein paar Exemplare des australiensis idiotus kennen lernen durften. Macht nichts, wir sind ja nicht auf den Mund gefallen und ich hab es prinzipiell sowieso noch immer verstanden, Leute mit meinem Gerede zu nerven. Sollte man nicht meinen, dass das mal ein nützliches Talent ist… Irgendwann an dem Tag stellten wir auch fest, dass das Bett, in dem wir vorher eine Woche problemlos geschlafen hatten, aufgrund einer ziemlichen Kaputtheit leicht auseinanderbricht – was mich jedoch vielmehr schockierte war die Tatsache, dass wir uns in einem Soldatenhaushalt aufhielten, und offensichtlich niemand auf die Idee gekommen war, Panzertape einzusetzen…
Sehr viel aktiver war dann doch der Samstag, was nicht unbedingt an seiner vorhersehbaren Planbarkeit lag. Eigentlich um halb zwei nachmittags bei Cyndel einbestellt, wurde das ein wenig angepasst und sie sowie ihr gerade frisch wieder eingetroffener Freund fanden sich um vier bei uns ein – und holten uns ab zum Bogenschieß- und Minigolfnachmittag. Zu sechst zogen wir also los, teilten uns aber vor Ort doch wieder auf, weil Matthew (so der Rufname von Cyndels besserer Hälfte) und Brad lieber ihren Golfabschlag trainieren wollten, während Katja, Cyndel, Brayden und ich uns Pfeil und Bogen zuwandten. Wir bekamen eine kurze Einweisung, durften zwei Proberunden schießen, bevor wir dann in einem erbitterten Kampf um Sieg und Niederlage ermittelten, wer der beste Bogenschütze der Gruppe ist. Najagut… ganz so hart ging es vielleicht doch nicht zur Sache. Ich hab trotzdem gewonnen, muahahaharr. (Für die Freunde der Statistik unter uns: Cyndel 29 Punkte, Katja 30, Brayden 34, ich 37.)
Wir sammelten die anderen beiden ein und begaben uns zum Minigolfplatz, ein weiterer Tatort ultimativen Wettkampfgedankens. Will sagen, Matthew hat ganz schön geschummelt, Brayden meinte uns mit Spezialtaktiken beeindrucken zu müssen und Katja hat gewonnen.

Dank aktiver Mithilfe von Brayden schaffte es Katja nicht, sich aus diesem Bild zu drehen. Danke dafür. Wenn sich beim nächsten Mal dann noch jemand um Brad kümmern könnte…
Nachdem wir so also bewiesen hatten, dass Deutsche wirklich immer gewinnen müssen (hier Lacher einspielen), brausten wir dann wieder in die Innenstadt, versorgten uns mit Badeklamotten und alkoholischen Getränken und fanden uns am Pool von Cyndel und Matthew ein, wo wir im Wasser planschten während Brad, der Langweiler, am Barbeque stand und uns viel zu viele Wurstprodukte zurechtbriet. Es folgte ein Abend mit viel Essen, noch mehr Alkohol und neuen Trinkspielen und dann irgendwann ein Ende in einem Nachtclub nicht weit entfernt. Man könnte auch sagen, der Tag war ein woller Erfolg.
Umso schwerer fiel es uns dann am Sonntag eben, die Abreise vorzubereiten. (Am Kater lags definitiv nicht, ich hatte nämlich keinen.) Irgendwann hatten wir es dann aber doch geschafft, unsere Sachen zusammenzupacken, das Auto einzuräumen, mit den Jungs ein Gruppenbild zu schießen, selbiges im Kmart ausdrucken zu lassen, selbiges im Kmart korrekt ausdrucken zu lassen, Dankeschokolade einzukaufen, die Bilder mit Liebesbotschaften zu verzieren, noch ein wenig Zeit zu vertrödeln die Wäsche in den Trockner zu hauen, uns irgendwie zu verabschieden und dann, schweren Herzens aber doch, Richtung Kakadu National Park auf den Weg zu machen.
Wie wir später feststellten allerdings ohne Katjas neue Angel und zugehörige Haken, mein blaues Handtuch (schon wieder ein Handtuch liegengelassen?!?), sowie kleineren anderen Dingen, die uns mit zunehmender Distanz noch so einfielen. Wir wurden auf dem Weg aus Darwin raus dafür allerdings mit einigen Leuten überrascht, die wir nicht erwarteten jemals wiederzusehen: Den Radfahrern vom Threeways Roadhouse. Nee, echt jetzt? Doch, das waren die! Ebenfalls unterwegs gesehen: Zwei Schlangen, mittellang, olivgrün, nur einer konnte ich ausweichen. Upps, sorry! Gern überfahren hätte ich hingegen alle, ALLE Mücken, die uns an dem Abend noch heimsuchten.
Neue Woche, neuer Programmpunkt: Montag waren wir also hochmotiviert im Kakadu Nationalpark, ein Riesenpark, fehlt in keinem Reiseführer, überall beworben, bekannt für seine wunderschöne Natur, kultureller Wirkstätten der Aborigines und dieser malerischen Uranium-Mine. Moment mal… wie bitte?!?
Wir wussten trotzdem nicht so recht, was wir denn jetzt so alles dort wann, wie und wo tun konnten, und fuhren erstmal zur Touristeninformation (wozu sind die schließlich da), wo wir herausfanden, dass wir nicht viel tun konnten. Also, die eine Straße zu der Hauptattraktionsgegend stand noch unter Wasser, allradtauglich, aber trotzdem zu tief für Donald – ich habe offensichtlich die welterste nichtschwimmende Ente in meinem Besitz. Das andere malerische Wasserloch – gesperrt wegen Krokodilüberbevölkerung nach der Regenzeit. Es blieb also nicht viel mehr, als im nahegelegenen Versorgungsort ein wenig zu essen, und dann rumzufahren und uns dann immerhin entschlossen auf einen Wanderweg zu machen, um uns einige der einmaligen Kunststätten der Aborigines anzusehen. Dabei fuhren wir an einigen kleinen Buschfeuern vorbei – eine Ansicht, die wir die folgenden Tage noch mehrmals haben sollten und die offensichtlich so sein soll. Also, die haben dort in den Nationalparks Ranger, die Feuer legen, damit Fauna und Flora sich schön entwickeln. Staatlich bezahlte Brandstifter. Find ich herrlich. In einem der Informationszentren wurden wir dann auch aufgeklärt, dass Aborigines ein Stück abgebrannte Erde als etwas Aufgeräumtes betrachten, was neues Pflanzenwachstum und Tiere anlockt. Man lernt nie aus.
Die Wandmalereien, die wir uns dann ansahen, fand ich wirklich beeindruckend, allerdings muss man zugeben, dass sowohl Katja als auch ich vom Weg dahin ordentlich geschafft waren. Bei knapp 40°C und einer gefühlten Luftfeuchte von 139%, die mich ernsthaft die Anschaffung von Kiemen in Betracht ziehen ließ, begleitet von einer Hundertschaft australischer Fliegen, konnten wir auf keinen Fall von uns selbst behaupten auch nur eine annähernd gute Figur abzugeben.
Wir gaben nach der ersten Stätte auf – nach gerade einmal 3,4km – und begaben uns zum nächstgelegenen Pool, den wir sogar gratis nutzen durften. Was wir ausgiebig taten. Mann, waren wir fertig. Nach einer weiteren Nacht im Kakadu Nationalpark, insoweit dann aber auch irgendwie bedient, von der Unzugänglichkeit der interessanteren Dinge eingeschränkt und unbegeistert, sowie den Nachwirkungen des Darwinentzuges leidend, fuhren wir dann doch lieber wieder aus dem Nationalpark raus, wo wir uns nach einem kurzen Auftankstopp einem letzten Mal der Entscheidung stellen mussten:
Es ging nach Katherine. Die, auf dem Weg nach Norden schon einmal kennengelernt, sollte uns auch runterwärts wieder gut gefallen – auch weil am Tag unserer Ankunft die thermischen Quellen des Ortes wieder freigegeben waren (diese Krokodile machen sich hier wirklich überall breit…). Dort genossen wir das Leben, bevor wir es dann im Pool unseres Caravanparks für die Nacht nochmal wiederholten. Der Caravanpark, Springvale Homestead, hat übrigens ein ganz interessantes Haustier: Elvis, das Süßwasserkrokodil. Ja, die haben mitten zwischen den Campsites, hinter dem Kinderspielplatz, neben dem Quellwasserpool, ein Krokodil sitzen. Dem du dich besser nicht unfreundlich näherst, sonst wirst du aus dem Park geworfen, nur das wir mal die Prioritäten geklärt haben.
Dass uns die Krokodile weiter begleiten und mitunter im Weg sind, mussten wir dann am nächsten Tag wieder feststellen, als wir gen Nitmiluk Gorge unterwegs waren – wo wir eigentlich die beinlose und eh viel coolere Erkundungsvariante angehen wollten: Kanufahren. Ist nicht, weil noch nicht wieder freigegeben nach der Regenzeit. Boooooah, menno. Aber nicht anschauen war ja nun auch keine Option, zum Einen, weil die liebe Maria den im Reiseführer rausgepickt hat, zum Anderen, weil man sich nicht schon wieder wegen ist-nicht vergraulen lassen wollte. Also wieder zu Fuß erkunden, und auch wenn wir diesmal nicht sehr viel weiter gelaufen waren als im Kakadu zwei Tage vorher (dafür aber mit deutlich mehr Höhenmetern), waren wir hinterher doch sehr viel weniger fertig. Und eine großartige Aussicht hatte man auch noch. In der Mittagshitze wollten wir dann aber doch nicht gleich übertreiben und entschieden uns gegen die nächste Wanderungsetappe, die nochmal 4km drangehangen hätte.
Zum Abkühlen ging es wieder in den Pool in Katherine, und dann ins klimatisierte Autochen, gen Western Australia. Die Strecke dorthin erwies sich auch als eine von wirklich ausgesuchter Schönheit, und insbesondere die Kimberleys, die wir dann heute erreichten, sind ein wahrer Augenschmaus und haben es gleich mal quasi im Vorbeifahren geschafft, auf meine Liste der beeindruckendsten Ecken der Welt zu rutschen.
Irgendwo am Straßenrand schafften wir es dann auch mal, uns der Aufgabe der lieben Linda anzunehmen, die offenbar von einem Bild kleiner Aboriginemädchen im Reiseführer so angetan war, dass sie von mir erwartete, mich genauso anzumalen. Liebste Linda, nackt in der Natur rumtanzen darfst du gerne selber, aber alles andere wurde vorbildlichst umgesetzt. Ich möchte gar nicht wissen, auf wie vielen Ebenen dass jetzt politisch unkorrekt war und mit welchen erbosten Traumzeitwesen ich mich da jetzt angelegt habe, aber für eure Unterhaltung bin ich ja zu vielen Schandtaten bereit, also bittesehr:
Mehr durch Zufall (“Lass mal nach Wyndham hochfahren, haben doch sonst nichts zu tun…”) fanden wir heute dann noch die Grotte (englisch: “The Grotto”), ein kleines Wasserloch, irgendwo im Nirgendwo, nicht weiter beworben außer von einem einzigen Hinweisschild entlang dieses Nebenhighways ins ebendiese Nirgendwo. Mein absoluter Tageshöhepunkt heute, wenn nicht gar einer der Favoriten der ganzen Reise. Wunderschön, und quasi komplett ruhig und von ganz wenigen frequentiert, und ich behaupte noch nicht mal im Lonely Planet aufgeführt. Wer hätte gedacht, dass es so etwas noch gibt. Hoffen wir, dass wir von diesen Perlen noch ein paar mehr finden.
Heidewitzka, schon wieder ganz schön Zeit vergangen seit dem letzten Eintrag – ich kam einfach nicht dazu, was im Umkehrschluss jetzt aber auch bedeutet, dass ich ganz schön viel nachzutragen habe. Also Anschnallen, meine sehr geehrten Damen und Herren, aber bitte nicht die elektronischen Geräte ausstellen (ohne Computer liest sich das hier schlecht)(und Fluganspielungen werden auch gleich noch aufgeklärt).
Nach der Barkly Homestead letzten Dienstag sollten wir noch bis Freitag brauchen, bis wir in Darwin ankommen sollten. Erstaunlich fix und viel Glück hatten wir in Barkly noch, als wir uns per Couchsurfing um Gastgeber bemühten: Gerade mal ein paar Stunden später kam eine Zusage von Brayden, der uns in seiner – nennen wir es WG – einquartierte und laut Profil etwas mit Flugzeugen arbeitete (na, dämmerts schon?). Wunderbar, Unterkunft geklärt und endlich mal wieder mit ein paar Aussies abhängen, wir konnten uns also ganz entspannt unserer Fahrtplanung widmen.
Mittwoch verbrachten wir dann, flexibel wie wir sind, aber doch eine ganze Weile hinterm Steuer, und stoppten nur zum Auftanken und Besichtigen verschiedener Roadhäuser (darunter das Threeways, wo der Highway aus Queensland auf den Stuart Highway Adelaide – Darwin trifft: Damit wir uns richtig verstehen, dass Roadhouse ist dort mitten im Nowhere die einzige Zivilisation).
Irgendwann erreichten wir unseren Campground kurz unter Mataranka, was am nächsten Morgen unser Ziel sein sollte. Nach einer ereignislosen Nacht (Sternenhimmel mal ausgeschlossen, wie immer) machten wir uns dann in den bei Mataranka liegenden National Park auf, wo man tatsächlich ganz gratis in einer Thermalquelle plantschen kann. Von den Soldaten zur Zeit des Zweiten Weltkriegs „gefunden“ und zur Entspannung genutzt und etwas ausgebaut, ist das eine recht schicke Angelegenheit, so mitten im Regenwaldumfeld.
Mittlerweile doch recht weit gen Norden gekommen, fanden wir eine Farm, auf der man campen konnte, was ganz gut passte, da Katja auch einmal auf einen Ausritt wollte. Nachdem wir dort also abends angekommen waren, den Ritt für den nächsten Morgen gebucht und unser Zelt aufgebaut hatten, wurden wir eingeladen bei Lagerfeuerromantik mit den anderen zusammenzusitzen. Das stellte sich als eine hervorragende Idee aus, denn nicht nur wurde mit der singenden Tochter der Farm für Unterhaltung gesorgt, nein, wir durften uns auch am Lagerfeueressen gütlich tun: Leckerstes Gulasch und selbstgemachtes Brot. Das war wirklich ausgesprochen lecker. Zu fortgeschrittener Stunde wurde ich dann auch von einer Dame, die wirklich jedem Redneckklischee entspricht, mit auf Krötenjagd genommen. Mal wieder eine vom Menschen eingeführte Tierplage (kann sich jemand an die Simpsonsfolge erinnern, in der Bart nach Australien muss?). Am Freitagmorgen wurden wir dann ganz idyllisch geweckt: Mit Pferden, die ihren Kopf ins Auto steckten und am Zelt rumknabberten, dahinter Känguruhs auf der Wiese. Zauberhaft! Während Katja sich dann zum Ausreiten aufmachte, begab ich mich in den Pool, um dort ein bisschen Zeit totzuschlagen.
Als nächstes stand der Litchfield National Park auf der Liste, der uns am Vorabend wärmstens ans Herz gelegt wurde, und in dem man ein erfrischendes Bad vor Wasserfallkulisse nehmen konnte. Und da der Weg nach Darwin nicht mehr weit war und wir dort sowieso erst am Nachmittag einfallen wollten, ließen wir uns dafür viel Zeit. Am Wasser angekommen trafen wir zu unserem Erstaunen dann auch zwei Mädels wieder, die wir die Tage vorher schon ein paar Mal en route (zuletzt in Mataranka einen Tag vorher) gesehen hatten: Daniela und Julia aus Köln. Vor der Weiterfahrt verabschiedeten wir uns demnach dann auch mit nem frohen „Bis dann in Darwin.“
In Darwin angekommen wurden wir dann per Fernkommunikation von unserem Gastgeber Brayden Richtung Innenstadt und Kneipenviertel gelotst, wo wir, nach einem kurzen Shoppingausflug landeten und auf den Jungen warteten, der eigentlich mittags um 12 Feierabend gehabt haben sollte. 19 Uhr kam dann die Nachricht, dass er auf dem Weg sei, und kurz darauf hatte er uns auch gefunden. Wir folgten ihm zu unserer Unterkunft, ein Apartmentkomplex nicht weit von der City in Flughafennähe, wo wir dann den eigentlichen Gastgeber treffen sollten, Brad(ley), und wo wir laut ursprünglicher Planung bis Montag bleiben sollten. Brayden hingegen ist bei Brad untergekommen, da er sein neues Apartment noch nicht beziehen konnte und sein von der Arbeit gestelltes Zimmer nur sporadisch nutzte. Letztere Unterkunft, sollten wir dann beim Kennenlernen schnell mitkriegen, befindet sich auf der Royal Australian Air Force Base hier in Darwin, denn die beiden, wer hätte das erwartet, sind beide in der Air Force. Und was machen Soldaten, wenn sie vom harten Tagwerk nach Hause kommen? Richtig, sie setzen sich hin und zocken auf der Playstation eine Runde Call of Duty: Modern Warfare. Seriously? Auch wir durften uns an dem Spiel versuchen, und während ich trotz meiner vergangenen Counter-Strike-Erfahrungen mit der Spielsteuerung gar nicht klar kam, wurde Katja, die von den Jungs geradezu gezwungen wurde, den Controller in die Hand zu nehmen, immer besser. Dazu gab es in bester australischer Manier ordentlich Alkohol (also nicht für Brad, der musste 4:30 Uhr auf Arbeit stehen). Herzlich willkommen in Darwin.
Darwin, das teilt einem der Lonely Planet mit, gilt als die modernste Stadt Australiens. Ich finde das eine sehr nette Umschreibung für den Fakt, dass die Stadt komplett neu aufgebaut wurde, nachdem sie 1974 von einem Zyklon dem Erdboden gleichgemacht wurde. Was auch erst der zweite Neuaufbau war, nachdem die Japaner dasselbe im Zweiten Weltkrieg schon einmal getan hatten (ja, im Gegensatz zu den USA hatten die Australier tatsächlich einen Angriff auf dem eigenen Festland).
Die Stadt selbst ist geostrategisch sehr interessant, durch weite Weiten in alle Richtungen von den anderen großen Städten abgeschnitten (irgendwo war hier ne Statistik, dass die Hauptstädte fünf anderer Länder z.T. deutlich näher sind als Canberra) und wurde neben den obligatorischen Bergbauinteressen auch etabliert, um den Anspruch Australiens auf den eigenen Norden durch tatsächlich existierende Besiedlung zu unterstreichen. Und so kam es im Laufe der letzten hundert Jahre dazu, dass die Stadt vor allem als Militärstützpunkt und Bergbauzulieferer dient. Was wiederum dazu führt, dass hier angeblich ne Männerquote von etwa 70% der Bevölkerung herrscht. Also, meine Damen, wer hier Single ist…
Für uns jetzt eher interessant ist natürlich das Wetter, und da kann man hier nicht klagen. Obwohl offiziell gerade so erst nach der Regenzeit hat es in der Zeit, die wir hier waren, nicht einmal getröpfelt hat. Ansonsten hat es mittdreißiger Grad Celsius bei schwankender Luftfeuchte. Selbst nachts ist es immer angenehm warm – und drinnen gibt es immer Klimaanlage. Um genau zu sein, hier gibt es selbst auf den Balkons Ventilatoren.
Für Samstag lud Brayden uns dann ein, doch mit auf die Base zu kommen und uns das mal anzuschauen, zumal er da eh hinmusste, um einen Laster zu holen um einen der Nachbarn beim Auszug zu helfen. Weil wir nette Gäste sind, boten Katja und ich natürlich an, dabei zu helfen und bestätigten ob unseres Einsatzes beim Tragen schwerer Dinge offensichtlich vorhandene Bilder von deutschen Frauen. Auf der Base, nachdem wir durch den Hochsicherheitstrakt durch waren („You got any I.D.?“ – „Usually we want a passport.“) wurden wir ein bisschen rumgefahren, bekamen Braydens 12qm-Zimmer, das arg nach Studentenwohnheim ausschaute, von den rumhängenden Uniformen mal abgesehen, zu sehen, und lernten noch ein paar andere von den Kollegen kennen, aber Flugzeuge waren grad keine da. Schade. Und Bilder gibts auch keine, weil ich mich nicht wirklich traute die Kamera rauszuholen. Auch schade. Interessant an der ganzen Militärgeschichte hier (also, für mich) ist allerdings der Einsatz, für den Darwin in den letzten Jahren den Ausgangsstützpunkt bot: Die Blauhelmmissionen in Timor Leste, die sich da einige Jahre seit der Jahrtausendwende rumtrieben (typische moderne multidimensionale Missionen, die als Hauptaufgabe die Absicherung der Abstimmung über die staatliche Unabhängigkeit hatte, in Folge die Implementation neuer staatlicher Institutionen und Unterstützung des Nationenbildungsprozesses, insbesondere nach einigen Turbulenzen entlang des Weges; falls das jetzt jemand wissen wollte) und bei denen die Australier sowohl federführend als auch größter Truppenkontributor waren, die aber seit Ende letzten Jahres dann auch vorbei ist. Brad war schon da, wenn auch nur kurz, da er mehr so als Abholdienst für andere Soldaten fungierte, die da ja jetzt, wo eben erstmal alles soweit vorbei ist, abgezogen wurden. (Wobei, wenn ich das richtig verstanden habe, immer noch ein paar Australier drüben sind. Hmm, nochmal nachfragen, spontane Internetrecherche bringt nur Gegenteiliges zutage.)
Nachdem wir auf diese Weise eine Einsicht in das Berufsleben Darwins erhalten hatten, fuhr Brayden mit uns zum Wharf wo wir uns ein Mittagessen voller Meeresspezereien gönnten, in meinem Fall ein Krokodilburger. Es schmeckte wie Hühnchen. Also, so unter der Panade und der ganzen Mayo… Zudem stellte es sich als außerordentlich schwer zu beißen heraus, wie gewisse Anwesende amüsiert beobachten konnten.
Die ganzen angefutterten Kalorien gingen wir dann in der innenstädtischen Lagune runterpaddeln, ein abgetrennter Meeresbereich, wo dank Netz ein gewisser Schutz vor Krokodilen, Haien und Quallen geboten wurde.Und als wir dort unseren faulen Nachmittag genossen, wen trafen wir wieder? Richtig: Julia und Daniela.
Wir nutzten die Gelegenheit und luden sie ein, unseren Samstagabend mit uns zu verbringen, den wir durch die Pubs ziehend verbringen wollten. Sehr spaßig der ganze Abend, und ich finde es doch recht bezeichnend, dass von der ganzen Nacht keine Fotos existieren… Also auch in der Mehrheit der Köpfe der Teilnehmenden nicht. Ich weiß nur noch was von drei Pubs und einem Nachtclub und dann irgendwann nachts um halb 5 ein erfrischendes Bad im Pool des Apartmentkomplexes.
Der Sonntag war dann demzufolge auch eher zurückhaltend gestaltet, mit mehreren Filmen und Take-away-Mittag irgendwann nach dem Aufstehen, und ich schwöre, ich war nicht die letzte! Brayden und ich hatten schon 2 Stunden Fernsehen hinter uns, als Katja irgendwann um 13 Uhr aus dem Bett gefallen wurde. Dann am Nachmittag gingen wir eine Angel für Katja kaufen bevor wir dann den Rest Nachmittag und den Abend am Wharf versuchten, unser Abendessen zu fangen. Das war dann eher so ne Meditationsübung von Angel stillhalten und hin und wieder den abgeknabberten Shrimpköder ersetzen. Irgendwann sollte dann doch mal was am Haken hängenbleiben, und, welch Wunder, es ist ein Tier gewesen, das uns im Falle des Aufessens nur ins Krankenhaus gebracht hätte. Australische Tierwelt, juhe! Wir entschieden uns, unsere Abendessenspläne dementsprechend leicht anzupassen und holten stattdessen Pizza.
Zu dem Zeitpunkt hatten wir unseren geplanten Aufenthalt schonmal bis Mittwoch ausgedehnt – was sich in der Folge dann auf Donnerstag, oder eigentlich doch lieber Samstag verschob. Und da wir vorhin dann zu Veranstaltungen am Samstag eingeladen wurden, wird sich das eventuell sogar noch mal auf Sonntag ändern. Uns gefällt das einfach zu gut hier bei den Jungs. Es ist quasi ein konstantes Rumscherzen, Ansagen im unterbrochen von Kissenschlachten zu jedem unerwarteten Zeitpunkt und nächtlichen Poolrunden, die wir mittlerweile durch die Anschaffung von Wasserpistolen noch interessanter gestalten. Wir sind beide ein bisschen unwillig, wirklich weiterzuziehen, auch wenn wir sonst nicht viel machen.
Montag waren wir immerhin shoppen, weil Katja das dringende Bedürfnis hatte, Geld auszugeben, aber aus mir nicht nachvollziehbaren Gründen war ich dann allerdings diejenige, die zu viel Geld investierte, aber immerhin hab ich in meinem Inventar jetzt ein schickes Originalkunstwerk aboriginaler Herkunft für die lieben Eltern und eine kurze Hose ausm Secondhandladen. Letztere sollte aus einem anderen Wohlfahrtsshop zwei Tage später noch ne Schwester bekommen. Katja hingegen war ein bisschen wählerisch bei der Suche nach neuen Tops und hatte am Ende des Tages auf der Habenseite immer noch ihr Geld stehen. Abends schmissen wir dann das Abendessen und versuchten uns nochmal an Kohlrouladen – die auch dieses Mal ganz gut klappten. Und einfach weil es ging, sind wir dann abends noch mit den Jungs und einer Freundin von ihnen, Cyndal – ein Name wie geschaffen für die deutsche Kevinismus-Bewegung –, ins Kino gegangen und haben dort Scary Movie V geschaut. Nebenbemerkung: In Australiens Kinos gibt es standardmäßig auch salziges Popcorn. Noch eine Nebenbemerkung: Den Film muss man jetzt nicht gesehen haben.
Da ja trotzdem noch ein paar Dinge auf unserer Liste standen, die wir machen wollten, fuhren wir Dienstag dann schon mal raus nach Adelaide River und gönnten uns dort eine Crocodile Jumping Tour. Dazu wird man per Schiff, in unserem Fall die Adelaide River Queen, auf dem Fluss ein wenig entlanggeschippert und zwecks Wildtierattraktion wird an einer angelartigen Einrichtung Schweinefleischstücke ins Wasser gehalten und geplatscht. Man sollte nicht glauben wie viele Krokodile da rumschwimmen – also ich hab mein Vertrauen in die Ungefährlichkeit hiesiger Gewässer doch ein wenig verloren, als da quasi alle 10m eins aus dem Wasser auftauchte… Die Krokodile bekamen am Schiff dann ihr Happi-Happi, nachdem man sie mit der Angel immer ein wenig aus der Reserve gelockt und sie zum aus dem Wasser springen animiert hatte. Außer einer der herumfliegenden Greifvögel war etwas fixer…
Nach dieser touristischen Bespaßung fuhren wir wieder gen Darwin, hielten aber unterwegs noch an einem Shopping Centre an, wo Katja ein wenig aufholte und sich ebenfalls zwei neue Shorts kaufte. Da ich mir aber im gleichen Rutsch auch ne neue Unterwasserfilmkamera zulegte blieb ich doch immer noch ein bisschen vornedran – ganz zu schweigen von der Bilanz am Mittwoch, den wir wieder in Darwin verbrachten und in dem ich mal wieder im Wohlfahrtsshop zuschlug. Und ne neue Aloe Vera Creme, weil mein Lushvorrat aufgebraucht ist, dank der existenten Sonnenversorgung hier. Irgendwann fanden wir aber immerhin ein neues Top für Katja, die Mission war also irgendwann doch so halbwegs geglückt. Zudem verbrachten wir den Mittwoch damit festzustellen, dass die Touristeninfo in Darwin uns ob unserer weiteren Tourplanung nur wenig weiterhelfen konnte, ein weiterer Tourplanpunkt wegen ist-nicht ausfällt (offensichtlich bedeutet die Aussage auf dem Flyer, dass Touren ab April angeboten werden, dass vor Mai nichts passiert. Ahja.) und dem Besuch dreier Optiker, da ich und meine Brille am Morgen unvorhergesehenerweise ungünstig in eine Kissenschlacht geraten waren. Reparieren konnte die Brille keiner, aber passende Rahmen für ungefähr 150$ tat mir jeder anbieten. Ich entschied mich für die Alternative, kaufte mir Plastesuperkleber und reparierte notdürftig. Das muss so jetzt zwei Monate halten. Hoffen wir also auf weiterhin viel Sonne, damit ich die Sonnenbrille aufsetzen kann.
Heute war dann auch wieder ein sehr fauler Tag, und zwar für alle Beteiligten, inklusive Brayden, der es hinbekam, den zweiten Tag in Folge zu verschlafen und knappe zwei Stunden zu spät zur Arbeit zu kommen. Was wir eigentlich auch nur wissen, weil Brad uns das erzählt (dessen Arbeitszeit sich ja auf irgendwann zwischen Freitag bis Montag Schichtsystem beschränkt), wenn wir dann irgendwann sehr viel später aus dem Bett rollen. Als wir dass heute dann mal geschafft hatten, packte uns Brad ein und wir fuhren zu Cyndal, bei der wir eigentlich bei der Dekoration mithelfen sollten, für eine Überraschungsparty für ihren Freund, der am Samstag zurückkehrt. Damit war sie aber schon fertig, als wir ankamen, also schwangen wir uns stattdessen in den dortigen Pool (hier kommt irgendwie kein Apartmentkomplex oder Mehrfamilienhaus ohne derartige Einrichtung aus), gingen zusammen shoppen und essen und bekamen dann noch eine Einladung für ebenjene Party am Samstag. Abends gab es dann von Brad ein wirklich deliziöses Steak auf dem Teller und den Rest des Tages hab ich damit verbracht, diesen gaaaaaanz kurzen Eintrag zu schreiben – wenn ich nicht gerade mal eben an der Playstation mit einspringen musste. Also, alles in allem: Das Leben ist wunderbar, das Wetter erst recht und die Leute hier sowieso. Mit geht es viel zu gut und ich genieße es in allen Zügen. Und ihr so?
Seit viereinhalb Tagen rolle ich jetzt mit Katja Richtung Darwin im Northern Territory und auch wenn wir wenig anderes tun als im Auto zu sitzen und die dortige Klimaanlage den Umgebungstemperaturen und Fliegenquoten vorziehen, sehen wir mal wieder einiges an Landschaft vorbeiziehen. Vorrangig hat es hier im Norden Savanne, was man jetzt kaum erraten hätte können, wenn man dem “Savannah Way” folgt. Entlang des Weges gab es immer mal wieder was, das wir uns ansehen wollten, darunter Lavatunnel und laut Prospekt atemberaubende Landschaften, aber die damit einhergehenden Tourpreise schreckten uns dann doch davon ab. Da kann man mal sehen, was die Privatisierung von Naturschönheiten so nach sich zieht. Gratis zu besichtigen gab es hingegen endlose Weiten, gerade Straßen jeglicher Befahrbarkeitsstufen und ganz, ganz viele Termitenhügel. Also, hunderte davon, quasi Termitenslums wo eine neben der anderen wohnen muss. Oh, und dann war da noch der Nachbau des größten jemals geschossenen Salzwasserkrokodils in Normanton, dessen 8,63m Länge sogar gereicht haben, um es und seine Todesschützin ins Guiness Buch der Rekorde zu befördern.
Die Laune ließen wir uns von der preislich bedingten Einschränkungen unserer Reisegestaltung nicht verderben und genossen die Fahrt, die wir ohne Hetze angehen und auf der wir trotzdem schon wieder mehr als 1600km runtergerissen haben. Jetzt sitzen wir im Barkly Homestead, die dank Duschen und einem Swimmingpool unser Geld wert sind und verbringen den Abend im hiesigen Roadhousepub (sehr interessante Einrichtungen auch immer: Bierversorgung entlang der endlosen Strecke, konterkariert nur leicht die Bemühungen gegen Drink Driving). Die letzten Tage sind mal wieder wie im Fluge vergangen und wirklich Spektakuläres gäbe es jetzt gar nicht zu berichten, deswegen gibt es eine Auswahl an Bildern von entlang der Strecke um euch einen Eindruck von der Reise zu geben. Eines der angenehmen Dinge an Beifahrern ist ja neben der doch regeren Unterhaltungen auch, dass jemand in der Lage ist, mal eben ne Kamera aus dem Fenster zu halten. Dazu kommt noch, dass Katja und ich mit den beiden vorhandenen Nikons eine Art Arbeitsteilung installiert haben: Das Standardobjektiv bei Katja für alles, was sich so anbietet und das von Max hier zurückgelassene Tele an der mir überantworteten Nikon für alles, was man größer haben will. Jetzt, wo ich das mal rausgeholt und ausprobiert habe, muss das auch genutzt werden. Lustiges Fotografieren also, solange wir rchtzeitig zum Stehen kommen und eventuelle Lebewesen nicht doch fixer im Gras sind als wir die Kamera im Anschlag haben.

Dazugehöriger See. Fast gar nicht gefährlich, nur auf die Frischwasserkrokodile muss man ein bisschen achten.

Dieses Bild zeigt ja zwei Dinge: Zum einen dass man auch ohne richtig Scharfstellen schicke Bilder fabrizieren kann, zum anderen dass jemand nicht die Frontscheibe ordentlich geputzt hat.
Irgendwie lese ich auch Einiges hier unten, und wer sich fragt, was ich gerade sonst so tue, wenn ich hier keine Einträge verfasse, kann hier gerne mitlesen.
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Daniel Defoe - The further Adventures from Robinson Crusoe
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